Oensingen

Tempo 20 ist die nächste Massnahme beim Schulhaus Oberdorf

Beim Schulhaus Oberdorf sollen weitere Massnahmen folgen. (Archiv)

Beim Schulhaus Oberdorf sollen weitere Massnahmen folgen. (Archiv)

Auf das Kiss & Ride und die Einladestation folgt eine Tempo 20-Zone. Die Gemeinde Oensingen verschärft somit die Massnahmen rund um das Schulhaus Oberdorf weiter. Sie will so den Schulweg sicherer gestalten.

Ende 2019 hatte der Rat das Kiss & Ride einstimmig gutgeheissen. Nachdem aus der Bevölkerung kritische Stimmen zur neuen Ein- und Ausladestation auf dem nördlichen Pausenplatz zu hören waren, arbeitete der Gemeinderat an seiner ersten Sitzung nach den Sommerferien auch dieses nahezu fertiggestellte Projekt noch einmal auf. Eine perfekte Lösung gebe es wohl nicht, so Gemeindepräsident Fabian Gloor.

Unbestritten war im Gemeinderat gestern hingegen die Tempo 20-Zone auf den beiden parallel liegenden Achsen nördlich und südlich der Schulanlage Oberdorf. Noch dieses Jahr wird auf der Buttenstrasse und dem Weingartenweg somit eine Begegnungszone eingerichtet. Die Gemeinde geht somit in diesem von Schülerinnen und Schülern stark frequentierten Bereich noch einen Schritt weiter, nachdem sie 2014 im Dorf grossflächig das Tempo 30-Regime einführte.

Fernziel Lebensader: Entspannung auf Hauptstrasse

Kein Thema ist Tempo 20 derzeit auf der viel diskutierten Schloss-Strasse. Im vergangenen Halbjahr passte die Gemeinde diese Achse baulich an, indem sie unter anderem das Trottoir stärker von der Strasse separierte und mit Markierungen sowie zusätzlichen Fussgängerstreifen die Sicherheit erhöhte. Ausserhalb der Schulzeit ist die Verbindung eine wichtige Erschliessungsstrasse – etwa auch zum Schloss Neu-Bechburg. Die Verkehrsthematik im Bereich des Schulhauses sei damit jedoch nicht abgeschlossen. «Die Verkehrsmassnahmen unterliegen immer einer gewissen Dynamik, sowohl bei der Schloss-Strasse als auch beim Schulhausareal», sagt Gloor. Es liege an der Gemeinde, Verbesserungen zu erkennen und zu realisieren.»

Im Fokus steht für Oensingen in den nächsten Jahren aber die Ortsdurchfahrt. Mit der Entlastungsstrasse soll die Hauptstrasse durch den Dorfkern zur «Lebensader» werden, wie die Gemeinde das Projekt nennt. Bereits jetzt geht die grösste Gäuer Gemeinde die Vorbereitungsarbeiten und die Planung der künftigen Ortsdurchfahrt an. An seiner Sitzung vom Montag wählte der Gemeinderat eine 23-köpfige Arbeitsgruppe, welche das «Lebensader»-Projekt in den nächsten Jahren konkretisieren wird. Vertreten sind in der Arbeitsgruppe Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedensten Bereichen – den Vorsitz wird Gemeindepräsident Fabian Gloor innehaben. Mit der Entlastung erwartet Oensingen, dass sich die Verkehrssituation auch an der Hauptstrasse entspannt. Auch dies – so die Hoffnung – könnte sich positiv auf den Schulweg auswirken und die Elterntaxi-Problematik entschärfen.

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