Es ist schon bemerkenswert: Seit Jahren stellt der Tambourenverein Laupersdorf-Thal die jeweils grösste Sektion an Verbandsfesten. Am 26. Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfestes in Frauenfeld traten die Thaler mit 32 Mann und 2 Frauen an – ein neuer Rekord.

«Eine Selektion unserer Besten kommt nicht infrage, wir nehmen alle mit», so Dirigent Simon Guggisberg. Er gibt dabei zu verstehen, dass ambitionierte Vereine seit einigen Jahren nur ihre besten Mitglieder fürs Sektionswettspiel berücksichtigen, oder dann kurzerhand gute Einzeltambouren hinzuholen, um sich so zu verstärken. Dabei wird akribisch genau gerechnet.

Denn in Wettspielen der Tambourensektionen wird für jeden aktiv trommelnden Tambour ein Zehntelpunkt Beteiligungszuschlag angerechnet, jedoch nur bis maximal 25 Teilnehmer. Vereine, die mit Tambouren antreten, werden tendenziell benachteiligt. Dies deswegen, weil das Zusammenspiel mit jedem zusätzlichen Tambouren erschwert wird.

Immer auf Platz 1 oder 2

Umso erfreulicher ist es, dass die Laupersdörfer, trotz oder vielleicht gerade wegen der stattlichen Anzahl Tambouren, noch ganz vorne mittrommeln können. Denn «Nachhaltigkeit ist unser oberstes Gebot», so Guggisberg weiter.

Und er weiss, wovon er spricht: Seit 1986 nämlich, also bei acht Eidgenössischen Tambourenfesten in Folge, ist es dem Verein gelungen, jeweils die Plätze 1 oder 2 zu belegen. Diese Leistung ist einmalig in der Geschichte des Trommelwesens.

Sehr gute Einzelresultate

Die Laupersdörfer zeigten auch im Einzelwettspiel allesamt sehr erfreuliche Leistungen. Daniel Otter und Daniel Müller bestätigten mit dem fünften resp. siebten Schlussrang, dass sie seit Jahren zur absoluten Spitze gehören.

Eric Bleuer erhielt im 12. Rang in der Höchstkategorie ebenfalls eine Kranzauszeichnung. Bei den Junioren etablierte sich der Herbetswiler Lukas Fluri auf dem 9. Rang und erhielt somit einen Kranz. Silvan Meier kam in der Kategorie Veteranen auf den 3. Schlussrang, gefolgt von Kurt Kohler und Christoph Hänggi (beide Rang 4). Insgesamt durften 10 Laupersdörfer eine Kranzauszeichnung entgegen nehmen.

Der Tambourenverein Laupersdorf-Thal wurde am Sonntagabend eindrücklich von Gemeindepräsident Edgar Kupper und Gemeindeschreiber Stefan Schaad, verschiedenen Fahnendelegationen, der Brass Band Frohsinn Laupersdorf sowie interessierter Dorfbevölkerung empfangen.

Festsieger wurde der Westschweizer Christoph Avanthay (78,80 P.), gefolgt von Fabian Egger (78,70) von der Fasnachtszunft Ryburg und seinem Vereinskollegen Stefan Freiermuth (78,50).