Egerkingen
Studenten kreieren für den Gäupark ein 300 Quadratmeter grosses Labyrinth

Nach der wohl grössten Landkarte der Schweiz lanciert das Shoppingcenter Gäupark mit einem mit Werbebotschaften gespickten Labyrinth ein weiteres optisches Highlight.

Erwin von Arb
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Andreas Möesch und Nina Wagner bei der Präsentation ihres Labyrinths.

Andreas Möesch und Nina Wagner bei der Präsentation ihres Labyrinths.

Erwin von Arb

Im Augst 2012 machte das Shoppingcenter Gäupark mit der wohl grössten Landkarte der Schweiz von sich reden. Die rund 500 Quadratmeter grosse Karte im Obergeschoss des Gäuparks Süd lässt seither viele Passanten beim Einkauf für einen Moment verweilen, um die vom aargauischen Schinznach bis ins bernische Wangen an der Aare reichende Karte zu bestaunen.

Migros Kulturprozent wirkte mit

Zum Staunen und Betrachten lädt auch die neuste Attraktion des Gäuparks, welche seit Donnerstag die Nord-Südost-Verbindung des Shoppingcenters schmückt. Dabei handelt es sich wie bei der erwähnten Landkarte um eine an den Boden geklebte Folie, auf der ein überdimensionales, rund 300 Quadratmeter grosses Labyrinth prangt. Inspirieren liess sich Benny Brückner vom Zürcher Einkaufszentrum Sihlcity, welches mit Kunst am Bau optische Glanzpunkte setzte.

Geschaffen wurde das schwarzweiss gehaltene Kunstwerk, wie es Brückner nannte, auf Anfrage der IG-Gäupark von den 25-jährigen Studenten Nina Wagner und Andreas Moesch von der Berner Hochschule der Künste. Die Studierenden waren bei der Umsetzung völlig frei, mussten sich lediglich an die Masse, die vorgegebene Zeit sowie das Budget halten.

Letzteres konnte nicht ganz eingehalten werden und überstieg mit rund 30 000 Franken den vorgesehenen Kostenrahmen. Dank der IG-Gäupark, der Herstellerfirma der Folie und nicht zuletzt auch wegen des Engagements von Migros Kulturprozent habe das Projekt dennoch in der von den Studenten vorgeschlagen Form realisiert werden können, meinte Brückner bei der Vernissage erfreut.

Werbebotschaften umformuliert

Ihr Labyrinth sei in Anlehnung an ein Einkaufszentrum entstanden, welches ebenfalls voller Gänge, Verzweigungen, Abkürzungen und Umwege sei, erklärten Nina Wagner und Andreas Moesch. Gespickt ist das Labyrinth mit etwa 150 umformulierten Werbebotschaften, welche die Passanten auf amüsante und bisweilen etwas paradoxe Weise die Vielfalt der Produkte in Erinnerung ruft, die in einem Einkaufszentrum feilgeboten wird.

Entstanden sind dabei Sätze wie «Benutzen Sie den perfekten Durstlöscher?», «Verträgt sich himmlischer Genuss mit höllischer Schärfe?» oder «Erinnern Sie sich an ein überraschendes Beisserlebnis?» «Uns hat es Spass gemacht, aus Werbebotschaften neue Wortschöpfungen zu kreieren», sagen Nina Wagner und Andreas Möesch. Diese zu lesen, macht übrigens nicht weniger Spass.

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