Die Bürgergemeindeversammlung hat der Verlängerung des Pachtvertrages mit der STAG Steinbruch AG für den Steinbruch Vorberg zugestimmt. Allerdings begleitet von stillem Protest, wie Bürgergemeindepräsidentin Johanna Bartholdi erklärt. Von den 43 anwesenden Stimmberechtigten sagten 22 Ja zur vom Bürgerrat beantragten Verlängerung des Pachtvertrages bis 31. Dezember 2021, 17 sprachen sich dagegen aus, 2 Personen enthielten sich der Stimme.

Nur eine Wortmeldung

Bartholdi findet es schade, dass es vor dem Beschluss nur gerade zu einer Wortmeldung zum Betriebskonzept des Steinbruchs kam. Ansonsten sei kein Widerstand feststellbar gewesen. Die 17-Nein-Stimmen sollten ernst genommen werden, findet die Bürgergemeindepräsidentin. Dies im Hinblick auf die weitere Planung für die neue Erschliessung des Steinbruchs, für welche die Einwohnergemeinde zuständig ist.

Möglich gemacht hat dies insbesondere der Kanton, welcher Mitte Mai signalisiert hatte, dass er sich eine Erschiessung des Steinbruchs Vorberg auf der Westseite des Dorfes von der Solothurnerstrasse kommend vorstellen kann. Vorher war im kantonalen Richtplan eine solche Erschliessung strikte abgelehnt worden.

Für den Weiterbetrieb des Steinbruchs ist diese Vertragsverlängerung von Bedeutung. Mit der neuen Erschliessung könnte die Grundlage für den Weiterbetrieb des Steinbruch Vorberg für die kommenden 30 bis 40 Jahren geschaffen werden. Wenn dies nicht gelingt, würden die Lastwagen wie bisher durch Quartierstrassen fahren, was die Bürgergemeinde nicht länger hinnehmen will. Sie hatte deshalb die Verlängerung des Pachtvertrags von der Neuerschliessung des Steinbruchs abhängig gemacht.

Dass über die nun beschlossene Verlängerung des Pachtvertrages nicht alle erfreut sind, hat Bartholdi nicht einfach nur zur Kenntnis genommen. «Wir werden mit den Leuten, die Nein gestimmt haben, das Gespräch suchen», sagt Bartholdi, die auch den Einwohnergemeinderat präsidiert. Nun gelte es möglichst schnell abzuklären, ob der zeitliche Horizont ausreiche, um die neue Erschliessung wie veranschlagt bis 30. Juli 2019 öffentlich aufzulegen.

Blüemlismattstrasse wird saniert

Oppositionslos gutgeheissen wurde von der Bürgergemeindeversammlung hingegen der Bruttokredit von 160 000 Franken für die Sanierung ab der zwei letzten Kehren der Blüemlismattstrasse vor dem gleichnamigen Restaurant. Netto beträgt der Anteil der Bürgergemeinde 53 333 Franken.