Oberbuchsiten

Steinschlaggefahr bei der Kletterplatte: Klettern und Bräteln bleiben verboten

Der westliche Teil der Kletterplatte ob Oberbuchsiten und der Grillplatz darunter bleiben wegen Abbruchgefahr bis auf Weiteres gesperrt.

Die Kantonsgeologin war auch schon da. Vergangenen Freitag hat sie sich den Zustand der Kletterplatte oberhalb von Oberbuchsiten angesehen. «Sie ist zum gleichen Urteil gekommen wie schon das Geologiebüro Pfirter, Nyfeler + Partner AG: akute Steinschlaggefahr», wie Robert Gurtner von der Werkkommission Oberbuchsiten sagt. Einzelne Gesteinsblöcke lägen auf dem westlichen Teil der Kletterplatte frei. Sie könnten jederzeit abrutschen. Klettern ist hier daher seit einer Woche verboten und sämtliche Wege, die zur sogenannten «Egerkinger Platte» führen, sind gesperrt. Auch der Grillplatz im Gebiet darf nicht betreten werden. Infoschilder weisen auf die Gefahr hin.

Kontrollierter Absturz als Option

«Der nächste Schritt besteht nun darin, dass jemand hineinklettert», so Gurtner. Bisher sei die Situation lediglich aus der Distanz beurteilt worden. Nun bedürfe es einer detaillierten Risikoanalyse vor Ort. Diese werde aufzeigen, ob die Gesteinsblöcke entweder kontrolliert zum Absturz gebracht oder mit Felsnägeln gesichert werden müssen. Im Falle eines kontrollierten Absturzes stelle sich auch die Frage, wie sich das Material darüber verhalte. Ob es sich nicht ebenfalls löse.

«Solange die Absperrung beachtet wird, haben wir kein Problem», sagt Gurtner. Der Schweizer Alpen Club als Hauptnutzer des Gebiets sei bereits informiert worden. Laut Gurtner werde die Kletterplatte vor allem im Frühling rege benutzt. «Im Sommer wird es dort oben zum Klettern viel zu heiss. Von daher ist das Risiko, dass etwas passiert, nicht so gross.» Die Problematik sei indes, dass die Sperre um so eher nicht beachtet würde, je länger sie andauere. «Deshalb müssen wir uns so rasch als möglich Klarheit verschaffen», so Gurtner.

Ihm zufolge werde das bereits zuvor beauftragte Geologiebüro Pfirter, Nyfeler + Partner AG kommende Woche eine Lagebeurteilung vornehmen. «Wir müssen die detaillierte Risikoanalyse abwarten und dann in der Gemeinde wieder orientieren», so Gurtner. «Am besten wäre natürlich, wenn sich das Gestein über Nacht selbst lösen würde. Dann wäre das Problem behoben», meint er lachend. Aber das sei wohl Wunschdenken.

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