Egerkingen
Stehen die Regionalen Arbeitszonen vor dem Aus?

Die im kantonalen Richtplan vorgesehenen Änderungen in der Siedlungsstrategie stossen im Gemeinderat Egerkingen auf Kritik.

Elvira Bidermann
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Auch die im Hintergrund sichtbare Regionale Arbeitsplatzzone Pfannenstil in der Härkinger Industrie könnte für den Egerkinger Rat vor dem Aus stehen.

Auch die im Hintergrund sichtbare Regionale Arbeitsplatzzone Pfannenstil in der Härkinger Industrie könnte für den Egerkinger Rat vor dem Aus stehen.

HR.Aeschbacher

Die Planungskommission und der Gemeinderat befassten sich eingehend mit der kantonalen Siedlungsstrategie und den geänderten Richtplankapiteln «Grösse des Siedlungsgebiets» und «Bauzonen». Die mit der Siedlungsstrategie verfolgten Ziele werden grundsätzlich unterstützt, jedoch mit gewissen Einschränkungen und Anmerkungen. Aus Sicht des Gemeinderates bedeutet die Kompensationspflicht für die Regionalen Arbeitsplatzzonen (RAZ) im Gäu, die RAZ I im Gebiet «Wydenfeld» in Egerkingen und die RAZ II im «Pfannenstiel» in Härkingen, das Ende dieses zukunftsgerichteten Projekts. Die beteiligten Gemeinden benötigen diesbezüglich eine klare Aussage, dass es sich hier um Flächen ohne Kompensation handelt, findet der Rat.

Mit Ober- und Niederbuchsiten

Die Projekte RAZ I und II wurden gerade deswegen angedacht, um Arbeitszonen konzentriert und verdichtet für mehrere Gemeinden anzusiedeln und damit der Zersiedelung Einhalt zu gebieten. Die Erschliessungskosten wie auch die späteren Steuereinnahmen sollen ohne Berücksichtigung der tatsächlichen, örtlichen Ansiedlung im RAZ-Gebiet unter den beteiligten Gemeinden verteilt werden. Dem Gemeinderat ist es deshalb ein Anliegen, dass nebst den im Richtplan erwähnten Standortgemeinden Egerkingen, Härkingen und Neuendorf auch die Gemeinden Ober- und Niederbuchsiten aufgeführt werden.

Die mit der Siedlungsstrategie im urbanen Raum angestrebte Einwohner- und Arbeitsplatzdichte erscheint dem Gemeinderat im heutigen Zeitpunkt zu hoch. Die angestrebte Verdichtung sei eine Generationenaufgabe, weshalb den Grundeigentümern und den Planungsbehörden genügend Zeit einzuräumen sei, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen, so der Gemeinderat.(ebe)