Wolfwil
Standort des Aaregäuer Spieltags ist Geschichte

Bei der letzten Auflage des Aaregäuer Spieltages in Wolfwil gab es einen Grossaufmarsch. Fortan findet der in Olten statt.

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Auch am Spieltag faszinierend: Die elektrische Eisenbahn.

Auch am Spieltag faszinierend: Die elektrische Eisenbahn.

Patrick Lüthy

Etwas wehmütig über den Abschied des Spieltags aus Wolfwil sei man schon, sagte Mitorganisatorin Silvia Stettler. «Loslassen können ist nicht immer einfach.» Aber sie sei überzeugt, dass der Spieltag in ihrem Sinne und unter der Leitung von Ines Preim und der Fachstelle Netz (www.netz-so.ch) in gute Hände komme.

«Fühle, gspüre, erläbe und auch etwas verweilen», das genau war die Ansage des diesjährigen 19. und letzten Aaregäuer Spieltages in Wolfwil. Das OK mit Sandra Berger, Andrea Schmid und Silvia Stettler hatte den Gästen wiederum einen bunten Strauss aus Spiel- und Freizeitvarianten zusammengestellt.

Christian Schenker zum Auftakt

Den musikalischen Auftakt machte Christian Schenker zusammen mit Ron Dideldum, welcher die Besucher in eine Zauberwelt entführte. Ebenso taten dies Jacqueline Kusch aus Olten mit ihrer Puppengeschichte «höchstes Glück» und Ruth Büttiker mit ihren Märli von Elfen und Wichteln.

Romy Junker aus Wolfwil ihrerseits begeisterte die kleinen und grossen Besucher mit ihren Schminkkünsten. So entstanden Prinzessinnen oder Comicfiguren ganz nach den Wünschen der vielen kleinen Träumer. In kurzer Zeit verwandelte sich die Mehrzweckhalle in ein wahres Spielparadies.

Die «AMS Amateure für Metallmodellbau der Schweiz» konnten mit Meccano die kleinen und auch grossen Besucher zum Mitmachen gewinnen. Unter der kundigen Anleitung der Mitglieder wurden zahlreiche kleine Modelle gebaut. Drahtige Kunstwerke konnten mit Alain Schartner gelötet werden und Bruno Schwender begeisterte Klein und Gross mit seinem Retro-Train.

Familien sollen auch zusammen kreativ sein. Deshalb hatten die Organisatorinnen verschiedene Ideen zusammengestellt. Das Material dazu wurde über das ganze Jahr zusammengetragen.

Fantasievolle Gestecke zusammenstellen, Steine bemalen, Ytong- und Speckstein schleifen, Jonglierbälle basteln und mit diesen jonglieren lernen, waren nur einige dieser Angebote.

Der Blindenverband Aargau/Solothurn stellte die Blindenschrift vor. Und mit den Familien spielten sie traditionelle Spiele mit einer Dunkelbrille; eine eindrückliche Erfahrung für Kindern und Familien.

Die Buchhandlung Schreiber aus Olten stellte eine bunte Vielfalt von neuen und alten Kinderbüchern vor. Eltern und Familien konnten sich zum richtigen Kinderbuch natürlich auch beraten lassen.

Auch tierische Erlebnisse

Mit dabei war auch wieder das «Tierdörfli» Wangen mit verschiedenen Tieren zum Anfassen oder Bestaunen. Daniel Peier war mit seinem Habicht anwesend und informiert über die Haltung und Pflege dieses schönen Greifvogels. Esel- und Pferdereiten durfte auch diesmal nicht fehlen.

Ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende, und damit auch die 19-jährige Geschichte des Aaregäuer Spieltages in Wolfwil. Ein Kränzchen winden mochte Silvia Stettler aber vor allem den jungen Erwachsenen, welche schon als Kinder an jedem Spieltag dabei waren und als Teenager dann kräftig mithalfen, nicht immer ganz freiwillig, aber da gab es nichts zu verhandeln.

Weil deren Mütter engagiert waren, gehörte das Mitmachen einfach dazu. Für die Heranwachsenden wurde es selbstverständlich, mit der Zeit Verantwortung und Standbetreuungen selber zu übernehmen.

Einige von Silvia Stettlers Ziele sind in Erfüllung gegangen. Die Freude der Jungen am kreativen Tun etwa. Die Mutter des Spieltags ist davon überzeugt, dass ihr Publikum diese Freude seinen Kindern weitergeben wird. (ssw)

Fotos unter www.aaregaeuer.ch

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