Markus von Arx, Gemeindepräsident von Erlinsbach SO, konnte am Donnerstagabend 23 Interessierte zur Informationsveranstaltung im Gemeindehaus willkommen heissen. Im Zentrum des Anlasses standen Informationen zur geplanten Erneuerung und Erweiterung des Sportplatzes «Breiti», einem gemeinsamen Projekt der Gemeinden Erlinsbach SO und Erlinsbach AG, die den Anwesenden von David Fiore, dem Bauverwalter von Erlinsbach AG, präsentiert wurden.

Der Sportplatz Breiti war im Jahr 1947 eingeweiht und 1974 sowie 1988 erweitert worden. Basierend auf dem Raumplanungsbericht des Büros BSP + Partner, Ingenieure und Planer AG, Oensingen, so Fiore, dürfe «der heutige Zustand der Gesamtanlage als nicht mehr zeitgemäss bezeichnet werden».

Die Anlagen funktionierten zwar noch, jedoch seien die zweieinhalb Rasenplätze – Hauptplatz, Nebenplatz und kleiner Platz für die Junioren – durch die grosse Anzahl trainierender Mannschaften – insgesamt 18 – überstrapaziert.

Der Bedarfnachweis zur Realisierung eines dritten Fussballfeldes stützt sich auf Angaben des FC Erlinsbach, auf Richtwerte des Bundesamts für Sport sowie einen Vergleich mit Anlagen anderer Gemeinden.

Aus diesem Grund soll die Anlage um einen Fussballplatz erweitert werden, und die Garderoben sowie das Restaurant müssten durch einen Neubau ersetzt werden. Im Vorfeld habe sich eine Arbeitsgruppe mit mehreren Varianten befasst: Eine auf dem Areal der ehemaligen Belser-Kiesgrube, die aus Kostengründen früh verworfen wurde sowie diverse weitere auf dem bestehenden Areal.

Varianten werden weiter verfolgt

Im Bereich des Sportplatzes Breiti werden mehrere Varianten diskutiert, so Fiore. Sie alle sehen den Erwerb von einer Parzelle im Norden, respektive Osten der bestehenden Anlage vor (GB Nummer 354; GB 357 gehört der Gemeinde bereits).

Auf den beiden Parzellen soll in allen Varianten ein drittes Fussballfeld erstellt werden. Sie sehen vor, dass die bestehenden Anlagen abgerissen und durch neue Garderoben, respektive ein Clubhaus ersetzt werden sollen.

Die Erschliessung und die Parkierungsmöglichkeiten werden derzeit noch intensiv diskutiert. «Es geht in diesem Zusammenhang auch darum, gefährliche Situationen bei der Zufahrt und beim Parkieren zu entschärfen», so Fiore. Sämtliche Varianten würden intensiv weiterverfolgt.

Der Raumplanungsbericht sagt im Übrigen aus, gemäss Angaben von Rainer Hug vom Amt für Umwelt (AfU), dass aus gewässerschutzrechtlicher Sicht alle Projektvarianten zulässig seien.

Zu berücksichtigen wäre unter anderem, dass unterkellerte Gebäude nicht unter den höchsten Grundwasserspiegel reichten, was hier nicht der Fall sei. Strassen- und Parkplatzentwässerung müssten zudem über eine biologisch aktive Bodenschicht erfolgen, dasselbe gelte für das Dachwasser. Auch für Kanalisationsleitungen, Ölheizung und Pflanzenschutzmittel gelten spezielle Vorschriften.

Diskussion: «Kosten spekulativ»

In der anschliessenden Diskussion tauchten dann noch weitere Fakten und Problemfelder auf. So seien bezüglich Gesamtplananpassung für die Sanierung und Erweiterung seitens des Kantons nur mündliche, keine schriftlichen Zusicherungen vorhanden, so Fiore.

Zudem sei strittig, ob die Erschliessung von Süden her oder durch die Mitte der Anlage, wie dies jetzt der Fall ist, erfolgen soll. Die Gesamtkosten, so der Bauverwalter weiter, seien von den einzelnen Varianten abhängig.

«Es wäre reine Spekulation, zum heutigen Zeitpunkt Zahlen zu nennen», erklärte der Bauverwalter, wobei die Anwesenden sich einig waren, dass sich diese im nieder- bis mittelschwelligen einstelligen Millionenbereich bewegen dürften.

Auch die Suche nach weiteren Plätzen wurde thematisiert. Fiore und von Arx waren sich einig: «Eine Verzettelung macht keinen Sinn». Der Bauverwalter sicherte im Übrigen zu, dass auch andere Freizeitaktivitäten wie Pfadi und Theater auf der Sportanlage Platz finden sollen.

Schliesslich stellte sich auch heraus, dass Parzelle GB Nummer 357 teilaufgefüllt werden muss, und dass eines der später drei Fussballfelder voraussichtlich einen Kunstrasen erhalten soll. Definitiv ist, dass der «Fussballplatz 1947» komplett saniert werden muss.

Der «ideale» Fahrplan

Tatsache ist, dass die entsprechenden Unterlagen für die Gesamtplananpassung noch bis zum 22. April auf der Gemeindeverwaltung von Erlinsbach SO aufliegen und Einsprachen eingereicht werden können.

«Wenn keine Einsprachen eingehen, wird das Ganze an den Kanton weitergeleitet. Stimmt dieser zu, können wir die Planung in Angriff nehmen und das Bauprojekt ausarbeiten. Die aus Sicht der Arbeitsgruppe beste Variante wird dann schliesslich der Gemeindeversammlung unterbreitet», erklärte Fiore.