Wolfwil
Spitex-Verein ist ohne finanzielle Unterstützung auf Kurs

An der Mitgliederversammlung des Spitex-Vereins Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz konnte über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 berichtet werden.

Alex Heim
Merken
Drucken
Teilen
Der Vorstand der Spitex Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz (v. l.): Heidi Ris (Einsatzleiterin), Daniel Meier, Karin Kissling-Müller (Vizepräsidentin), Elisabeth Kissling (Präsidentin), Urs Ackermann, Karin Jäggi und Daniela Mooser.

Der Vorstand der Spitex Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz (v. l.): Heidi Ris (Einsatzleiterin), Daniel Meier, Karin Kissling-Müller (Vizepräsidentin), Elisabeth Kissling (Präsidentin), Urs Ackermann, Karin Jäggi und Daniela Mooser.

Alex Heim

Die Präsidentin der Spitex Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz, Elisabeth Kissling, konnte über ein eher ruhiges, aber sehr erfolgreiches Jahr 2015 berichten. Ein grosses Thema war die Einführung einer Wegpauschale in der Krankenpflege-Leistungsverordnung. Diese wurden vom Kantonalen Spitex-Verband (SVKS) aber abgelehnt, sodass vorläufig auf eine Einführung verzichtet werden musste. Dieses Thema wird aber weiterverfolgt, hat sich doch auch der Verband Solothurner Einwohnergemeinden (VSEG) für eine kantonsweite Einführung starkgemacht.

Transparentere Spitex-Kosten

Der VSEG fordert mehr Transparenz bezüglich der Spitex-Kosten. Die erhobenen Daten sind jedoch aus den verschiedensten Gründen nicht vergleichbar. Geografische und demografische Unterschiede, die verschiedenen Strukturen der Spitex-Organisationen, die ungleichen Dienstleistungsangebote und die unterschiedlichen Anstellungsbedingungen verunmöglichen einen aussagekräftigen Vergleich zwischen den einzelnen Spitex-Organisationen.

Dies musste auch das kantonale Amt für soziale Sicherheit erfahren. Nachdem die Spitex-Statistik 2014 den Einwohnergemeinden entschlüsselt zugestellt wurde, sah sich der Kantonalvorstand durch dieses Vorgehen brüskiert und intervenierte beim Regierungsrat. Eine Abklärung durch die kantonale Datenschützerin ergab, dass diese Veröffentlichung nicht rechtmässig war. Die Gemeinden mussten in der Folge den Leseschlüssel vernichten.

Einsatzleiterin Heidi Ris führte auch im vergangenen Jahr bei allen Klientinnen und Klienten eine anonyme Befragung zur Zufriedenheit mit ihrer Arbeit, mit der Organisation und der Leitung durch. Alle Rückmeldungen waren positiv. Dies kam auch in einem Brief an den Vorstand zum Ausdruck. Ein Mitglied aus Kestenholz bedankte sich für die grosse Arbeit, welche die Mitarbeiterinnen bei ihrer Mutter täglich machen und damit ihr Leben und das Leben ihrer Mutter erst recht wieder lebenswert machen.

Diese wertschätzende Haltung der Pflegenden ist auch im Leitbild der Spitex Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz verankert. Wertschätzend in der Pflege heisst, Rücksicht auf Gewohnheiten und Bedürfnisse zu nehmen. Dies sei bei allen Pflegenden spürbar, und es sei zu hoffen, dass diese aus den vielen Begegnungen immer wieder neue Kraft für ihre anspruchsvolle Tätigkeit schöpfen könnten.

Leistungserfassung mit Tablets

Eine echte Herausforderung für die Einsatzleitung und für die Angestellten werde in diesem Jahr die elektronische Leistungserfassung und Pflegedokumentation sein, wie erwähnt wurde. Die Vorbereitungen sind weit fortgeschritten. Man stehe kurz vor der Einführung der neuen Soft- und Hardware. Ziel sei, dass die Pflegenden alle Leistungen direkt aufs Tablet aufnehmen und somit der bisherige handschriftliche Teil entfalle. Die Versammlung genehmigte den Kredit für den Kauf der Tablets ohne Diskussion.

Die Rechnung 2015 und das Budget 2016 wurden diskussionslos genehmigt. Erfreut erwähnt wurde, dass die Spitex Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz bis heute von den drei Auftrag gebenden Einwohnergemeinden keine finanzielle Unterstützung verlangen musste. Dies sei bei der Gründung nicht unbedingt voraussehbar gewesen.