Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz
Spitex-Verein hat 56'000 Franken Gewinn erwirtschaftet

Alice Guldimann
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Alle relevanten Eintragungen können die Spitex-MitarbeiterInnen neu auf dem Tablet machen. (Themenbild)

Alle relevanten Eintragungen können die Spitex-MitarbeiterInnen neu auf dem Tablet machen. (Themenbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Der Verein Spitex Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz traf sich kürzlich zu seiner 5. Mitgliederversammlung. Zufrieden wurde auf das vergangene Geschäftsjahr zurückgeblickt. Durch die gute Zusammenarbeit von Vorstand, Mitarbeiterinnen und Freiwilligen konnte die Spitex auch 2016 wieder einen Gewinn von rund 56'000 Franken verbuchen.

Einsatzleiterin Heidi Ris ist mit ihrem Pflege- und Haushaltsteam sehr zufrieden: «Ihr alle leistet täglich Grossartiges und ich bin von eurer Kollegialität und Hilfsbereitschaft beeindruckt». Elf Mitarbeiterinnen in der Pflege und vier Haushaltshilfen haben im vergangenen Jahr 8943 Arbeitsstunden geleistet, 14 Freiwillige im Fahrdienst fast 28'000 Kilometer zurückgelegt.

Tablets bewähren sich

Auch im technischen Bereich hat die Spitex Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz im letzten Jahr einen grossen Schritt gemacht: Die mühsame Schreibarbeit, das Erfassen von Arbeitszeit, Medikamenten und verbrauchtem Material muss das Spitex-Team nun nicht mehr von Hand erledigen. Alle relevanten Eintragungen werden neu auf dem Tablet gemacht. Das System berechnet automatisch den Pflegeaufwand, welcher dann an den Hausarzt und die Krankenkasse weitergeleitet wird. Was zurzeit noch fehlt, ist ein elektronischer Dienst- und Einsatzplan. Dessen Einführung ist jedoch im Verlauf dieses Jahres noch geplant. Doch bereits jetzt erweisen sich die Tablets als sehr zeitsparend und damit effizienzsteigernd. «Wir möchten sie nicht mehr missen», so Heidi Ris.

Präsidentin Elisabeth Kissling informierte über eine formelle Änderung für die Spitex. Der neue Rahmenvertrag des kantonalen Spitex-Verbandes soll unter anderem einen einheitlichen Grundleistungskatalog aller Spitex-Anbieter im Kanton gewährleisten. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Palliative Care und Psychiatriepflege, 24 Stunden am Tag. Kleinere Anbieter wie etwa die Spitex Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz können diese Leistungen bei Bedarf einkaufen. Die Festlegung von Höchsttaxen für Spitex-Leistungen durch den Regierungsrat, um Kostentransparenz für die Gemeinden zu schaffen, steht noch aus.

Vorstand im Amt bestätigt

Erfreut konnte Elisabeth Kissling ankündigen, dass sich der gesamte Vorstand für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stellt. Die Vakanz, die letztes Jahr nach dem Rücktritt vom Urs Ackermann entstanden war, konnte durch Mario Leardi besetzt werden, der in Fulenbach auch als Gemeinderat tätig ist. Ebenfalls aus Fulenbach stammt Aktuarin Karin Jäggi. Präsidentin Elisabeth Kissling und Vizepräsidentin Karin Kissling-Müller kommen beide aus Wolfwil. Die Vertreter aus Kestenholz sind Daniel Meier und Daniela Mooser, die selbst im Pflegeteam arbeitet. Der gesamte Vorstand wurde mit Applaus wiedergewählt.

«Mit unserem gut ausgebildeten, einsatzfreudigen, motivierten Team und einer stabilen Finanzlage sind wir bestens vorbereitet», meinte die Präsidentin am Schluss ihres Jahresberichts, im Hinblick auf zukünftige Herausforderungen.