«Wir sind heute eine kleine Gruppe», begrüsste Yvonne Berner, Präsidentin der Spitex Gäu, die zwanzig Personen in Vebo-Räumen. «Der Verein zählt etwa 2000 Mitglieder. Wie ihr seht, sind leider nicht ganz alle hier.»

Ihren Jahresbericht leitete die Präsidentin mit einem Zitat von Friedrich Nietzsche ein: «Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.» Dieses Zitat treffe nämlich sehr gut auf das letzte Jahr zu, in dem so einige Schwierigkeiten auf die Spitex zugekommen seien.

So habe man unter anderem einen Strategie Wechsel vollziehen müssen. Statt wie geplant intensiviert Pflege und Betreuung in den neuen Wohnungen der Alterszentren Sunnepark Egerkingen und Roggenpark Oensingen anzubieten, hat man sich nämlich entschieden, aus dem Sonnenpark auszuziehen und nahe beim Bahnhof Oensingen einen Spitex-Standort ausserhalb der Zentren zu positionieren.

2400 Stunden mehr als im Vorjahr

Dieter Hänggi, Vizepräsident und Verantwortlicher des Ressorts Dienstleistungen und Personal, berichtete, dass 2013 im Bereich Pflege und Betreuung 23 500 Stunden geleistet worden sind.

Diese Zahl bedeute eine Steigerung von 2400 Stunden zum Vorjahr, welche Hänggi diversen Gründen zuschrieb. So spiele nicht nur die Demografie und Mehrfacherkrankungen eine Rolle, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen sowie die Verlagerung von stationärer zu ambulanter Betreuung. «Sicher hängt aber die Steigerung auch mit den neuen Dienstleistungen der Spitex, wie etwa dem Nachtpikett oder der Spitex-24h-Notruf zusammen», sagte Hänggi.

Nun in Betrieb: 24-Stunden-Notruf

Wie dieser 24-Stunden-Notruf funktioniert, erklärte Rolf Bona, Bereichsleiter Personenruf der Firma Medicall, gemeinsam mit Regula Kehl, Einsatzleiterin Personennotruf. «Die Spitex Gäu ist eine unserer Auftraggeberinstitution», erklärt Bona das Konzept der Medicall und ergänzt: «Im Namen dieser nehmen wir die Anrufe, die mithilfe eines neuen technischen Geräts getätigt werden, entgegen und organisieren im Notfall sofort Hilfe.»

Vorerst einmal ist eine Gerätevariante für diesen Service im Angebot, die Kosten dafür bewegen sich um die hundert Franken. Genauere Angaben konnten vorerst nicht gemacht werden, weil noch Abklärungen laufen und ein weiteres Modell in Arbeit ist.

Wechsel in der Geschäftsleitung

Unter dem Traktandum «Wahlen», wurde Dietmar Rohrmann, bisheriger Revisor, als neues Vorstandsmitglied gewählt. Er übernimmt damit den Sitz im Ressort Finanzen von Doris Neukom, welche von ihrem Amt zurückgetreten ist. Ebenfalls nicht mehr im Vorstand ist Karl Bürgi, dieser Sitz bleibt vorerst vakant. Alle andern Vorstandsmitglieder, sowie die Präsidentin Yvonne Berner wurden wiedergewählt.

Weder erwähnt, geschweige denn begründet worden ist an der Generalversammlung, dass Karin Scheidegger, die am 1. Oktober 2013 die Geschäftsleitung der Spitex Gäu übernommen hatte, nicht mehr im Amt ist. Gemäss Homepage ist Doris Neukomm, Leiterin Finanzen und Administration, bis auf weiteres für die Geschäftsleitung verantwortlich.