Laupersdorf

Sozialregion Thal-Gäu hat im letzten Jahr 1500 Fälle geführt

In die Sozialhilfe eingebunden sind 716 Personen. (Symbolbild).

In die Sozialhilfe eingebunden sind 716 Personen. (Symbolbild).

Die Hauptverantwortlichen der Sozialregion Thal-Gäu stellten sich den Fragen des Laupersdörfer Gemeinderats.

Kurt Bloch, Präsident des Zweckverbandes Sozialregion Thal-Gäu und Charly Pichler, Geschäftsführer Sozialregion Thal-Gäu, stellten dem Gemeinderat Laupersdorf ihre Arbeit vor, wollten den Puls fühlen und beantworteten Fragen. «Die Sozialregion Thal-Gäu, die 17 Gemeinden mit rund 32 000 Einwohnerinnen und Einwohner umfasst, ist die grösste Sozialregion im Kanton Solothurn. Sie ist sehr gut geführt und aufgestellt», berichtete Kurt Bloch.

Fünf Prozent betroffen

Dem Vorstand gehören acht Mitglieder aus beiden Bezirken an, zudem ist jede Gemeinde mit einem Delegierten (Balsthal und Oensingen mit deren zwei) an der Delegiertenversammlung des Zweckverbandes vertreten. Die operativen Tätigkeiten werden vom Betrieb geführt und die Kosten richten sich nach der Sozialgesetzgebung. Die Gemeinden hätten auch ein Weisungsrecht an die Delegierten, erklärte Kurt Bloch.

Der nur noch bis Ende November 2014 tätige Geschäftsführer Charly Pichler berichtete, im Jahr 2013 hätte die Sozialregion Thal-Gäu 1500 Fälle geführt, also 5 Prozent der Bevölkerung, in die Sozialhilfe eingebunden seien 716 Personen und bei den Beistandschaften seien es 784 Fälle.

An Abklärungen mussten im Jahr 2013 insgesamt 306 Aufträge bearbeitet werden und Ende Jahr seien es noch 57 laufende Abklärungen gewesen. Bei den Gefährdungsmeldungen würden die meisten in den Monaten Juni und Dezember eintreffen, führte Charly Pichler weiter aus.

Besser nur ein einziger Standort

Die derzeit 27 Vollzeitstellen werden von 43 Personen belegt, 25 sind in Balsthal, 12 in Härkingen tätig; hinzu kommen die Fachstelle Kindesschutz und die Elternberatung. «Die Sozialgesetzgebung wird streng ausgelegt und damit jemand Sozialhilfe erhält, müssen alle Vorgaben erfüllt sein. Auch hat die Sozialregion Thal-Gäu keine Teilbereiche an Sozialfirmen ausgelagert. Kosten sparen könnte man, wenn die Sozialregion Thal-Gäu nur noch einen Standort hätte, auch die Abläufe wären dann kürzer», erklärte Charly Pichler.

Die Gemeinde Laupersdorf bezahlte im Jahr 2013 insgesamt 839 72 Franken als Betriebsbeitrag an die Sozialregion Thal-Gäu, 2012 waren es 754 184 Franken. Somit erhöhte sich der Beitrag innert Jahresfrist um rund 80 000 Franken. So erstaunte es nicht, dass die Hauptfrage im Gemeinderat Laupersdorf lautete, wie man die Kosten in den Griff bekommen könnte. Dies ist allerdings ein schwieriges Unterfangen, weil die Sozialgesetzgebung massgebend ist und die Sozialregion Thal-Gäu das Gesetz streng auslegt und auch effizient arbeitet.

Gemeinderat Dieter Bruttel (FDP) erachtet die Tatsache, dass die 27 Vollzeitstellen auf 43 Personen verteilt sind, als nicht effizient, dies gäbe ein Arbeitspensum im Schnitt von rund 60 Prozent. Charly Pichler gab zur Antwort, dass alle Sozialarbeiter zu 80 und mehr Prozenten arbeiten würden und auch in der Sachbearbeitung seien alle zumindest zu 60 Prozent tätig. Einzig bei der Elternberatung handle es sich um kleinere Pensen. Konkret sieht der Gemeinderat Laupersdorf bei der Zentralisierung auf nur noch einen Standort eine Sparmöglichkeit.

Perimeterbeitrag ja oder nein?

Die Gemeindeversammlung hat am 9. Dezember 2013 für diverse Strassensanierungen auf dem Gemeindegebiet einen Kredit von 144 500 Franken genehmigt. Gemäss Reglement müssen die Landanstösser des Rauchlen- und Schneehofweges sowie des Rohniweges Perimeterbeiträge zahlen. Doch nur wenn ganz oder teilweise die Kofferung ersetzt wird, besteht eine Beitragspflicht. Nicht aber, wenn nur eine Oberflächenbehandlung vorgenommen wird. Die Beiträge wurden während mit den Landanstössern erörtert. Lässt sich keine gütliche Lösung finden, wird der Perimeterplan öffentlich aufgelegt.

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