Amtsgericht Thal-Gäu

So denken die Amtsgerichts-Kandidaten: Markus Wyss

Markus Wyss (FDP, Kestenholz)

Markus Wyss (FDP, Kestenholz)

Am 20. Oktober wählt das Stimmvolk neue Amtsgerichtsmitglieder Thal-Gäu. Wir befragten die fünf Bewerber zu ihrer Motivation. Im Folgenden die Antworten von Markus Wyss (FDP, Kestenholz).

Was motiviert Sie dazu, sich für das Laienrichteramt zu bewerben?

Als langjähriger Finanzverwalter einer Gemeinde kenne ich die Bedürfnisse der Bevölkerung aus eigener Erfahrung. Fast täglich begegne ich Menschen und kenne ihre Sorgen, Ängste und Anliegen. Für das Ehrenamt als Laienrichter möchte ich Garant sein für einen Staat, der den Menschen den notwendigen Freiraum gibt. Einen Staat, der aber auch auf Recht setzt und durchsetzt sowie das Eigentum sichert.

Wie sind Sie bisher persönlich mit dem Justizsystem in Berührung gekommen?

Bedingt durch meine Arbeit komme ich immer wieder mit dem Justizsystem in Berührung.

Warum eignen Sie sich für das Laienrichteramt?

Weil ich einen gesunden Menschenverstand habe, unvoreingenommen, aber gradlinig urteilen kann und über ein gutes Einfühlungsvermögen verfüge. Durch meine Lebenserfahrung und den Kontakt mit der Bevölkerung kann ich Menschen sehr gut einschätzen, nehme sie ernst und reagiere sachlich und respektvoll. Die Rechtswissenschaft fasziniert mich und ich verfüge über ein fundiertes Grundwissen.

In welchem Bereich braucht es aus Ihrer Sicht härtere Strafen?

Bei Gewaltdelikten, Sexualstraftaten, gewerbsmässigen Straftaten.

In welchem Bereich würden Sie milder urteilen?

Bei jugendlichem Leichtsinn, für diese Fälle ist das Amtsgericht jedoch nicht zuständig.

Welches ist Ihr Lieblingskrimi?

Ich lese gerne Krimis, sehe jedoch keinen direkten Zusammenhang dieser Frage mit meiner Kandidatur. Bei den Zivil- und Strafverhandlungen geht es um die Realität und um die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Fiktion bzw. Fantasie sind hier nicht gefragt. Dennoch: Ich lese gerne Bücher von Patrica Cornwell in Englisch.

Laienrichter sind teilweise mit schlimmen Fällen konfrontiert. Wie gehen Sie damit um?

Ich fühle mich psychisch, physisch und mental in der Lage, Arbeit und Privates strikt zu trennen. Die Unterstützung meiner Familie und meine Lebenserfahrung sind bei der Verarbeitung schwieriger Situationen sehr hilfreich.

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