Amtsgericht Thal-Gäu

So denken die Amtsgerichts-Kandidaten: Daniela Weibel-Kurmann

Daniela Weibel-Kurmann (parteilos, Oensingen)

Daniela Weibel-Kurmann (parteilos, Oensingen)

Am 20. Oktober wählt das Stimmvolk neue Amtsgerichtsmitglieder Thal-Gäu. Wir befragten die fünf Bewerber zu ihrer Motivation. Im Folgenden die Antworten von Daniela Weibel-Kurmann (parteilos, Oensingen)

Was motiviert Sie dazu, sich für das Laienrichteramt zu bewerben?

Ich möchte meine Stärken, das Zuhören und neutrale Denken, einsetzen. Eigenschaften, die ich seit Jahren bei meiner Arbeit und auch bei der Mietschlichtungsbehörde geschärft und ausgebaut habe. Ich möchte mich weiterentwickeln und bin offen, um viel Neues dazuzulernen.

Wie sind Sie bisher persönlich mit dem Justizsystem in Berührung gekommen?

Durch meine langjährige Tätigkeit als Mitglied der Schlichtungsstelle für Miet/Pacht und meiner Arbeit als Verwalterin von Liegenschaften, komme ich auf viele Arten mit der Justiz und mit Schicksalen in Kontakt.

Warum eignen Sie sich für das Laienrichteramt?

Als kommunikative und neutrale Person füge ich mich gut in ein bestehendes Team ein, mit klaren eigenen Meinungen und Vorstellungen. Da es sich um ein Landgericht handelt mit einem Richter als Vorsitz, bin ich der Meinung, dass vor allem gesunder Menschenverstand zählt.

In welchem Bereich braucht es aus Ihrer Sicht härtere Strafen?

Ich bin der Ansicht, dass unser CH-Rechtssystem gut funktioniert und immer wieder den neuen Situationen angepasst wird. Auch durch das Volk. Solange die Bürger involviert werden, wird dies sicher auch so bleiben. Die Herausforderungen werden sicher nicht weniger in Zukunft.

In welchem Bereich würden Sie milder urteilen?

Siehe vorherige Frage.

Welches ist Ihr Lieblingskrimi?

Miss Marple. Schlaue Dame mit viel Feingefühl und vernetztem Denken. Eigenschaften, die auch heute wichtig wären, um Situationen im täglichen Leben zu meistern.

Laienrichter sind teilweise mit schlimmen Fällen konfrontiert. Wie gehen Sie damit um?

Ich bin der Meinung, dass wir täglich mit Schicksalen anderer oder dem eigenen konfrontiert werden. Diese beschäftigen uns und bringen uns zum Nachdenken. Wichtig scheint mir, dass wir uns dieser Eindrücke annehmen und daraus lernen für unser eigenes Leben.

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