Sikypark
Mama hatte keine oder zu wenig Milch: Affenbaby Gery wird nun von Hand aufgezogen

Das Team des Sikyparks in Crémines (BE) kümmert sich Tag und Nacht um ein Kapuzineräffchen namens Gery. Das Jungtier bekam zu wenig Nahrung und wird nun von Hand aufgezogen.

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Zu Beginn schien alles gut mit Gery.
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Doch nach vier Monaten schien das Affenbaby nicht richtig zu wachsen.
So wurde es von Parkmitarbeitern aufgepäppelt.
Gery hat in der Brusttasche Platz.
Spass mit Betriebsleiter Marc Zihlmann.
Gery hat verschiedene Betreuer.

Zu Beginn schien alles gut mit Gery.

zvg

Der kleine Haubenkapuzineraffe Gery hätte eigentlich gar nicht geboren werden sollen. Denn Patriarch und Affenpapa King Kong wurde unterbunden, weil die Affengruppe im Sikypark zu gross wurde. «Anscheinend hat King Kong seine letzte Chance noch gut genutzt», sagt Marc Zihlmann, Betriebsleiter des Kleinzoos an der Grenze zu Gänsbrunnen (SO) schmunzelnd.

Das Äffchen Gery kam ungeplant im November 2020 auf die Welt und auf den ersten Blick sah alles gut aus. Zihlmann erklärt:

«Gery wurde von seiner Mutter liebevoll angenommen. Doch nach vier Monaten schien das Affenbaby nicht richtig zu wachsen. Es spielte kaum und wirkte sehr müde»

Rund um die Uhr betreut

Also wagte sich das Tierpflegerteam näher an die Mutter und ihr Baby heran, um Gery zu untersuchen. «Vermutlich gab die Mutter keine oder zu wenig Milch, daher mussten wir sofort eingreifen und Gery aufpäppeln», so Zihlmann.

Die ersten zwei, drei Nächte seien besonders intensiv gewesen. Jede halbe Stunde musste Gery per Pipette gefüttert werden. Inzwischen hat sich der Kleine erholt und viel Gewicht zugelegt.

zvg/Sikypark

Im Sikypark wurde bereits vor zwei Jahren ein Kapuzineräffchen von Hand aufgezogen. Die Mama war mit ihrem doppelten Nachwuchs überfordert. Fredi, der vorwitzige Besucherliebling, lebt inzwischen mit zwei weiteren jungen Männchen in einer Affen-WG.

Fredi hilft mit

Aus der Erfahrung mit Fredi habe man viel gelernt, sagt Zihlmann. «Damit sich Gery nicht auf eine Bezugsperson festlegt, wechseln wir uns im Team ab. Ausserdem hilft uns Fredi bei der Sozialisation seines kleinen Halbbruders.»

Sikypark-Betriebsleiter Marc Ziehlmann mit dem jungen Kapuzineräffchen Fredi. (Archiv)

Sikypark-Betriebsleiter Marc Ziehlmann mit dem jungen Kapuzineräffchen Fredi. (Archiv)

ZVG

In regelmässigen Spielstunden lernt das Baby von seinem Artgenossen, was es heisst, ein echter Haubenkapuziner zu sein. Bis Gery gross und stark genug ist, um zu Fredi in die WG zu ziehen, wird er vorerst nicht für die Öffentlichkeit zu sehen sein. Marc Zihlmann schätzt, dass es noch ungefähr drei Monate dauern könnte, bis sich Gery in die Junggesellengruppe integrieren lässt. Die Zeichen stehen jedoch gut. «Gery ist ein kleiner Lausbub und immer da, wo Action ist.» (mgt)

Auch der Fernsehsender TeleM1 durfte Gery besuchen.

TeleM1