Gösgen Nord
Sieben Gemeinden machen beim Vernetzungsprojekt mit

Das Projekt ist erfolgreich gestartet. Die Lebensräume der Tiere soll optimal vernetzt, und es sollen Tierwanderungen ermöglicht werden. Involviert sind 40 Bewirtschafter, welche 260 Ökoelemente zur entsprechenden Bewirtschaftung angemeldet haben.

Denise Ramser und Martin Huber
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Ökoflächen optimal vernetzen: Blick von Mahren Richtung Buechehof und Schloss Wartenfels.

Ökoflächen optimal vernetzen: Blick von Mahren Richtung Buechehof und Schloss Wartenfels.

Bruno Kissling

Nach den Projekten Unterer Hauenstein und Kienberg hat der Regionalverein Olten-Gösgen-Gäu im Jahr 2013 das Vernetzungsprojekt Gösgen Nord erarbeitet.

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Gemeinden und der Landwirtschaft sowie lokalen Naturkennern hat die erforderlichen Planungsgrundlagen erarbeitet, damit die Leistungen der Landwirte durch Vernetzungsbeiträge nach der Öko-Qualitätsverordnung abgegolten werden können.

Das Vernetzungsprojekt umfasst die landwirtschaftliche Nutzfläche der Gemeinden Erlinsbach SO, Lostorf, Niedergösgen, Obergösgen, Rohr, Stüsslingen und Winznau und weist eine Fläche von insgesamt 1680 Hektaren auf.

Lebensräume optimal vernetzen

Was ist das Ziel eines Vernetzungsprojekts? Durch geeignete Lage der Ökoflächen sollen die Lebensräume optimal vernetzt und Tierwanderungen ermöglicht werden. Allgemein soll die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten erhalten und gefördert werden. So sollen beispielsweise Feldlerchen, Feldhasen oder die Spierstaude gefördert werden.

Im Vernetzungsprojekt können Ökoflächen, wie extensive Wiesen und Weiden, Hecken, Hochstammbäume und Buntbrachen angemeldet werden. Insbesondere in Hanglagen des Jurasüdfusses existieren viele wertvolle Lebensräume, die angepasst bewirtschaftet werden und die langfristig erhalten werden sollen.

Das Projekt konnte im ersten Jahr der Umsetzung bereits erfolgreich gestartet werden. Es nahmen bereits 40 Bewirtschafter teil und meldeten 260 Ökoelemente an. Somit sind bereits mehr als 180 Hektaren Ökoflächen vernetzt, sodass die angestrebten Flächenziele bereits zu 85 Prozent erreicht werden konnten.

In den nächsten Jahren soll die Qualität der Flächen, insbesondere in den Tallagen, durch die einzelbetriebliche Beratung weiter verbessert werden. Die Bewirtschafter sollen weiter zur Teilnahme motiviert werden, um die Flächenziele vollständig zu erreichen.

Lokale Naturkenner beobachten

In der Natur werden die Auswirkungen auf die Tiere und Pflanzen durch die lokalen Naturkenner beobachtet, indem eine sogenannte «Wirkungskontrolle» durchgeführt wird. In den nächsten Jahren werden sich die Anstrengungen auch in den Naherholungsgebieten bemerkbar machen.

Es braucht allerdings etwas Geduld, bis die gewünschten Tier- und Pflanzenarten häufiger beobachtet werden können. Die Projektleiter werden die Öffentlichkeit über die weitere Entwicklung des Projektes informieren.