Radiosendung
Sendung «Persönlich» wird aus Balsthal ausgestrahlt - aber ohne Thaler

Am Sonntag wird die Sendung «Persönlich» von Balsthal aus live ausgestrahlt. Die Gesprächsgäste sind aber keine «Durch-und-durch-Thaler». Es sind Haarundkamm-Kuratorin Yvonne Höfliger aus Winterthur und Mojo-Gründer Björn Berg aus Feldbrunnen.

Alois Winiger
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Die Talkgäste: Yvonne Höfliger und Björn Berg

Die Talkgäste: Yvonne Höfliger und Björn Berg

AZ

Für viele ist es zu einem ein Ritual geworden, am Sonntag um 10 Uhr Radio SRF 1 einzuschalten, um der Sendung «Persönlich» zu lauschen. Rund 474 000 Personen sollen es laut SRF jeweils sein. Am Sonntag dürften die Hörerinnen und Hörer aus dem Raum Solothurn und Thal ganz besonders aufmerksam sein.

Denn die Sendung mit dem Untertitel «Haarkämme und Fruchtsäfte» wird aus Balsthal ausgestrahlt, genauer gesagt aus dem ersten Stock des Hotels Balsthal-Kreuz, der Anlass ist öffentlich, der Eintritt frei.

Warum sind keine Thaler dabei?

Balsthal wurde ausgewählt, weil der Ort mehrfach Wirtschaftsgeschichte geschrieben hat. Eingeladen zum Gespräch hat die Radiomoderatorin Anita Richner Menschen, die darüber zu berichten haben. Nun könnte man annehmen, dass da Leute aus dem Thal in der Gesprächsrunde sitzen werden. Was aber nicht der Fall ist. Jedoch - so viel kann vorausgesetzt werden -, die Qualität der Sendung wird trotzdem stimmen. Zu hören sein wird zum einen die Kunsthistorikern Yvonne Höfliger aus Winterthur, seit Februar 2010 Leiterin des Museums Haarundkamm in Mümliswil. Zum andern Björn Berg aus Feldbrunnen, der das Fruchtsaftgetränk «mojo» entwickelt hat und es mit seiner Firma vertreibt.

Moderatorin Anita Richner ist nicht überrascht über die Frage, warum denn keine «Durch-und-durch-Thalerperson» mit dabei ist. «Die Sendung wird in der ganzen Deutschschweiz gehört, daher wird die Grenze des Gebiets, aus dem die Leute kommen, nicht allzu eng gesteckt», schickt Anita Richner voraus. «Dann müssen es Leute sein, die mit ihrer Stimme sympathisch rüberkommen, frank und frei reden können. Denn die Sendung ist ja live, da kann nichts rausgeschnitten werden.»

Einige Voraussetzungen

Gefragt sei ferner Humor und Offenheit, denn die Personen sollen nicht nur von ihrem Fach etwas verstehen, sondern auch über sich selbst, ihr Leben, ihre Wünsche und Träume erzählen. «Wir setzen also schon einiges voraus», betont Anita Richner, «und dann kommt hinzu, dass wir gerne eine Frau und einen Mann in der Sendung haben.» Was die Suche nach geeigneten Leuten erschwere, denn Frauen seien fünf- bis sechsmal schwieriger fürs Mitmachen zu gewinnen.

Bei Yvonne Höfliger sei sich sicher, sagt Anita Richner, dass sie kompetent und vor allem kurzweilig über diese edlen Kämme berichten könne, die vor vielen Jahren in Mümliswil hergestellt wurden. Und bei Björn Berg sei schon der berufliche Werdegang vom Jurist und Bänker hin zum Fruchtsaftunternehmer, eine Geschichte wert.

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