Der Anlass wird am kommenden Samstag und Sonntag mit einer grossen Ausstellung gefeiert. Nicht ohne Stolz verweist Antonius Ackermann, der das Geschäft in dritter Generation seit 2001 führt, dass es dem Familienbetrieb gelungen ist, als Vertretung von VW, Audi und Skoda unabhängig zu bleiben – als Einzige am Jurasüdfuss zwischen Neuenburg und Wettingen. Auch im Verwaltungsrat sind nur «Ackermänner», nämlich Antonius, Daniel, Peter, Primus und Viktor Ackermann.

«Selbstverständlich kann es Meinungsverschiedenheiten geben», sagt Antonius Ackermann, «doch wir haben immer eine für alle tragbare Lösung gefunden. Nie haben wir Kapital aus der Firma abgezogen, sondern immer investiert. Somit mussten wir auch nie das Heft aus der Hand geben.» Dass die Firma heute noch so gut läuft, schreibt Antonius Ackermann vorab dem Service bzw. der Nähe zum Kunden zu. «Der Name Ackermann steht nicht nur aussen an den Gebäuden angeschrieben, sondern ist durch uns auch im Geschäft präsent.»

In Oensingen markiert die Firma starke Präsenz mit je einem Standort eingangs und ausgangs des Dorfes. «Mit dem Ausbau auf zwei Standorte konnten wir uns laufend entwickeln und das Dienstleistungsangebot auf Neuwagen-, Occasionen, Abschlepp- und Pannendienst, Karosserie und Lackiererei sowie Mietfahrzeuge ausdehnen.» Als tragendes Element bezeichnet der Geschäftsführer die gut ausgebildeten und loyalen Mitarbeitenden, die vollen Einsatz leisten; derzeit sind es deren 40, darunter 7 Lernende.

Auch Traktoren repariert

Den Grundstein zum Unternehmen hatten 1933 Andreas und Henriette Ackermann-Rauber gelegt, als sie die damalige Garage Stampfeli übernahmen. Autoverkauf und -unterhalt reichten allerdings nicht aus zum Leben, man reparierte auch Traktoren oder führte Schweiss- und Dreharbeiten aus. Als um 1950 herum die Autoverkäufe anstiegen, packten bereits Söhne und Töchter im Betrieb mit an, 1966 gründete Vater Andreas mit Peter, Primus und Viktor Ackermann eine Familien-AG.

Autos der Marken Opel, Peugeot und Morris wurden verkauft, später auch Simca. 1958 erhielt die Garage Ackermann die VW-Vertretung, was sich als Glücksfall erwies, denn der Käfer verkaufte sich praktisch von selber. «Ja, das waren noch Zeiten», sagt Antonius Ackermann. «Heute stehen wir in einem Verdrängungskampf. Es gibt Firmen, die setzen auf die Prozentjägerei, andere auf Service. Wir bemühen uns um eine gesunde Mischung.» (wak)