Funkloch
Seilziehen um Wolfwiler Mobilfunkantenne geht weiter

Die Beseitigung des schon seit Jahren bestehenden «Funklochs» im Aaregäu verzögert sich weiter. Drei Beschwerdeführer haben den Entscheid des Bau- und Justizdepartements, die Beschwerde gegen die Wolfwiler Antenne abzuweisen, weitergezogen.

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Wolfwiler kämpfen gegen das Errichten einer Natelantenne. (Symbolbild)

Wolfwiler kämpfen gegen das Errichten einer Natelantenne. (Symbolbild)

Aargauer Zeitung

Das Bau- und Justizdepartement (BJD) hat nach dem am 23. September durchgeführten Augenschein die von einem Anwohner und 45 Mitunterzeichnern eingereichte Beschwerde gegen das von der Baukommission bewilligte Baugesuch für die Antenne abgewiesen, wie Christoph Schlaefli, Leiter des BJD-Rechtsdienstes auf Anfrage erklärt.

Drei Beschwerdeführer hätten den Entscheid des BJD jedoch angefochten und diesen ans Verwaltungsgericht weitergezogen.

Ende Monat fällt Entscheidung

Von der Kanzlei des Verwaltungsgerichts wurde der Eingang von drei Beschwerden bestätigt. Aufgrund der Ferien müsse mit allfälligen weiteren Beschwerden gerechnet werden. Ob sich das Verwaltungsgericht mit dem Fall auseinander setzen muss, wird sich am 30. Oktober zeigen.

Bis zu diesem Datum müssen die Beschwerdeführer nämlich einen Kostenvorschuss leisten, ansonsten wird der Fall zu den Akten gelegt und das am 24. Januar 2014 von der Wolfwiler Planungs-, Bau- und Werkkommission bewilligte Baugesuch für die Antenne würde Restkraft erlangen. Wenn der Vorschuss innerhalb der erwähnten Frist geleistet wird, würden wohl weitere drei bis vier Monate ins Land streichen, bis das nicht unterbeschäftigte Verwaltungsgericht den Rechtsstreit um die Mobilfunkantenne im Aaregäu auf den Verhandlungskalender setzen kann.

Lindemann: «Ziehen Projekt durch»

Solche Aussichten lösen beim Wolfwiler Gemeindepräsidenten Georg Lindemann keine Freude aus. Dies vor allem mit Blick auf das Votum der Bevölkerung, welche sich in Juni 2013 an einer Urnenabstimmung deutlich für den Bau der Antenne ausgesprochen hatte. «Ich bedaure, dass sich die Realisierung Mobilkfunkantenne weiter verzögert», sagt Lindemann und verspricht, dass der Gemeinderat das Projekt «durchziehen» werde. Im Interesse jener Mehrheit, die sich für die Mobilfunkantenne bei den Schulanlagen ausgesprochen habe und auch in Ermangelung geeigneter Alternativstandorte. (eva)

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