Mümliswil-Ramiswil
Schweizerin sendet Kaufofferte für Kindergarten aus Südafrika

Für den ehemaligen Kindergarten in Mümliswil-Ramiswil liegt eine Kaufofferte vor. Eine Schweizerin will die Immobilie erwerben und als Wohnhaus für sich und ihre Familie nutzen.

Josef Tschan
Drucken
Teilen
Damit der ehemalige Kindergarten als Wohnhaus genutzt werden kann, muss die Parzelle umgezont werden. jtm

Damit der ehemalige Kindergarten als Wohnhaus genutzt werden kann, muss die Parzelle umgezont werden. jtm

Im Dezember 2013 stimmte die Gemeindeversammlung dem Verkauf der Liegenschaft Kindergarten an der Alten Passwangstrasse mehrheitlich zu respektive erteilte dem Gemeinderat die Kompetenz zum Verkauf. Als preisliche Untergrenze wurden 800 000 Franken festgelegt, ansonsten das Geschäft erneut dem Souverän vorgelegt werden müsste.

Die attraktive Liegenschaft war (mit Realwertschätzung) schon seit dem 21. November der Gemeindehomepage aufgeschaltet.

Umzonung nötig

Am 7. Januar meldete sich ein Interessent, der im Namen einer Schweizerin, die momentan noch in Südafrika lebt, die Immobilie erwerben und als Wohnhaus für sich und ihre Familie nutzen will. Finanzielle Zusicherungen wurden bereits hinterlegt. Die Arbeitsgruppe Immobilien beantragte daher dem Gemeinderat den Verkauf der Liegenschaft, und der Rat stimmte einhellig zu.

Da sich die Liegenschaft in der Zone öffentliche Bauten und Anlagen befindet, ist auch eine Umzonung in die Wohnzone 2 notwendig. Der Gemeinderat hat die Umzonung sowie die Anpassung des Strassen- und Baulinienplanes einstimmig genehmigt; die Planauflage wird vom 14. Februar bis 17. März erfolgen.

Die abschliessende Genehmigung erfolgt durch Regierungsratsbeschluss. Wenn aufgrund der öffentlichen Planauflage keine Einsprachen eingehen, kann die Liegenschaft definitiv auf 1. August 2014 verkauft werden.

Geteilte Meinung zu Pensionskasse

Im Weiteren hat der Rat über die Ausfinanzierung der kantonalen Pensionskasse beraten. Nach einer intensiven Diskussion blieben von vier Varianten noch zwei im Rennen. Variante 3: Kostenbeteiligung der Gemeinde und der Arbeitnehmer sowie Variante 4: Die «Nullvariante», also gar keine finanzielle Beteiligung. Grundsätzlich ist der Rat der Meinung, dass der «angerichtete Schaden» auch vom Verursacher – sprich Kanton, behoben werden müsse.

Bei der Abstimmung votierten fünf von neun Ratsmitgliedern für die «Nullvariante». Das Ergebnis wird nun via Gemeindeverband in die Vernehmlassung einfliessen und dem Kanton weitergeleitet. Der Gemeindeverband wertet die Antworten aller Gemeinden aus und wird am 7. März, an einer ausserordentlichen Generalversammlung, über das weitere Vorgehen befinden.

Aktuelle Nachrichten