Welschenrohr
Schutzgebiete brauchen Pflege

Die Forstbetriebsgemeinschaft Hinteres Thal (FBG) lud zum Banntag ein.

Walter Schmid
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Am Banntag (v.r): Präsident Hans Fluri, Kreisförster Urs Allemann, Revierförster Armin Wyss und 3.v.l. Verwalter Lorenz Bader.

Am Banntag (v.r): Präsident Hans Fluri, Kreisförster Urs Allemann, Revierförster Armin Wyss und 3.v.l. Verwalter Lorenz Bader.

Walter Schmid

Bei heissem Spätsommerwetter konnte Hans Fluri (Herbetswil) als Präsident der Forstbetriebsgemeinschaft Hinteres Thal (FBG) über 30 Personen, darunter zahlreiche Kinder, begrüssen. Kreisförster Urs Allemann und Revierförster Armin Wyss leiteten die Exkursion und erläuterten an verschiedenen Posten die Vegetation im Wald und die Arbeit des Forstbetriebes..

«Blaugras und Weisssegge sind typische Pflanzen für magere, ertragsarme Waldböden, wie sie sich im «Schwäbet», im Waldgebiet östlich von Welschenrohr, zeigen», erklärte Urs Allemann. Nebst den mächtigen Föhren decken dichtes Unterholz, Mehlbeerbaum und Buchen den Boden ab. Mit gezielten Pflegemassnahmen wird in nächster Zeit der Wald ausgelichtet, damit junge Pflanzen wieder eine Chance haben.

Kanton zahlt Zuschüsse für Pflege

Das Schutzgebiet um die Wolfsschlucht ist mit 220 Hektaren Fläche eines der grössten im Kanton Solothurn. Es umfasst die angrenzenden Gebiete der Fluh, der Hornegg und der «Andresle», wo die geheimnisvolle Hexe hausen soll.

Für die Schutzgebiete gebe es zwei Möglichkeiten: Man überlässt alles der Natur oder der Förster entfernt dominierende Bäume wie die Buche und lichtet so den Wald aus und versucht mit diesen Pflegemassnahmen, seltene Arten zu fördern. Diese Eingriffe sind nicht kostendeckend. Sie werden deshalb vom Staat mit Beiträgen aus dem Mehrjahresprogramm Natur und Landschaft unterstützt. Ein solcher Eingriff ist am westlichen Rand der Wolfsschlucht geplant und wird demnächst ausgeführt.

Revierförster Armin Wyss (Aedermannsdorf) erläuterte den Einsatz moderner Maschinen in der Holzernte. Durch die Maschinengasse bahnt sich die tonnenschwere Maschine im Holzschlag und erreicht die Bäume bis acht Meter Distanz. In einem Arbeitsgang werden diese gefällt, entastet, abgelängt und gelagert. Anschliessend besorgt ein Forwarder den Transport aus dem Wald zum Lagerplatz an der Strasse. «Ohne Maschinen kann im Wald nicht mehr kostendeckend gearbeitet werden», erklärte Armin Wyss. Ein Waldarbeiter bringe es auf zwei Kubikmeter pro Stunde, die Maschine leiste das Zehnfache.