Die Sportschützen Gretzenbach durften am Mittwoch elf schiesssportinteressierte Mädchen und Knaben im Rahmen des Ferienpasses Gretzenbach im Schiessstand begrüssen. Der Nachmittag gestaltete sich in einem theoretischen und einem praktischen Teil.

In der Theorie bekamen die Teilnehmer einen Einblick in den Schiesssport, welcher sehr vielseitig, abwechslungsreich und ungefährlich ist. Die verschiedenen Schiessstellungen verlangen sehr viel Ausdauer, Kraft und Konzentration.

Dies sind die Teilnehmer vom Schiesssportkurs bei den Sportschützen Gretzenbach.

Dies sind die Teilnehmer vom Schiesssportkurs bei den Sportschützen Gretzenbach.

Im praktischen Teil wurden die theoretischen Erkenntnisse umgesetzt. Nach einigen Probeschüssen wurde ein Wettkampfprogramm, bestehend aus zehn Schüssen, auf die elektronische Zielscheibe geschossen.

Mit scharfem Blick und einem feinen Fingerabzug trafen die Schüsse ins «Schwarze». Nach einem feinen Hot-Dog erfolgte die lang ersehnte Rangverkündigung. Gespannt warteten die Teilnehmer auf den Siegespreis, einen grossen Schoggi-Osterhasen.

Mit einem knappen Sieg ergatterte sich Pascal Studer vor Remo Kupferschmid und Davide Gaio den grossen Osterhasen. Die anderen Teilnehmer durften als Trostpreis einen kleineren Osterhasen mit nach Hause nehmen.

Tiere kennenlernen

Tierisch ging es dann am Freitag zu und her: Auf dem Hof von Familie Kupferschmid in Gretzenbach hatten sich 15 Kinder versammelt, um alles Wissenswerte rund um die Ziege zu erlernen.

Sabine Kupferschmid (links) zeigt den Kids, wie die Ziegen richtig gemolken werden.

Sabine Kupferschmid (links) zeigt den Kids, wie die Ziegen richtig gemolken werden.

«Sie sollen die Tiere kennenlernen und Fragen stellen», erklärte Sabine Kupferschmid. Entsprechend lernten die Kids, dass es nicht nur Kuhmilch gibt, sondern dass auch die Milch, das Fleisch und das Fell der Ziegen genutzt werden können und dass die insgesamt 36 Tiere auf dem Hof «Pfauenziegen» genannt werden, eine Art, die vom Aussterben bedroht ist und sich im Programm von «Pro Specie Rara» befindet.

Den richtigen Umgang mit dem Pferd erlernten zur gleichen Zeit zwölf Kinder auf dem Hof von Familie Villing östlich von Bad Lostorf. «Sie sollen einmal ein Pferd oder ein Pony von Nahem sehen, denn das konnten bisher nicht alle», erklärte Betreuerin Pascale Zumstein.

Dabei lernten sie, dass Pferde nicht nur geritten werden können und man sie streicheln kann, sondern sie erfuhren auch dass Pflege wie Striegeln und Füttern ebenso dazugehören.

Beim Führen und den ersten Reiterfahrungen wechselten sich die Kleinen – übrigens überwiegend Mädchen – dabei ab, immer unter Aufsicht der zahlreichen Betreuerinnen.

44 Kurse angeboten

Dies sind nur drei der insgesamt 44 Kurse, die am diesjährigen Gretzenbacher Ferienpass angeboten wurden und von denen die Kids vom vorletzten Samstag bis zum letzten Freitag teilnehmen konnten.

Laut OK-Mitglied Claudia Donatiello hatten sich 116 Kinder angemeldet, ungefähr gleich viele wie letztes Jahr und jedes durchschnittlich für fünf Kurse. Nur drei Angebote mussten mangels Interesse abgesagt werden, nämlich die Besichtigung der Waldtierwarte, Tiere und Jäger im Wald sowie «Kleine Bühne – grosse Bühne». Donatiello hatte den Ferienpass zusammen mit Andrea Brunner, Giuliana Gaio, Monika Müller, Doris Nagl, David Oetiker und Pascale Zumstein auf die Beine gestellt.

Gleich 14 Kurse waren neu im Angebot, nämlich Roboter bauen mit Lego, Lego am Computer, Mosaik auf Flusssteinen, Arbeiten mit Schwemmholz, Pralinen selber machen, der Alublechkurs, Schmuck aus Nespressokapseln, Besichtigung der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs, der Tennis-Schunupperkurs, das Kleinkaliberschiessen, die Kinderolympiade, Alles um die Ziege, Pizzaschnecken herstellen und das Tischtennis-Turnier für alle.

Drei klare Favoriten

«Die Favoriten dabei waren der Bowlingkurs, der Umgang mit dem Pferd sowie Pralinen selber machen», bemerkt Donatiello. Nicht mehr im Angebot standen «Alles rund ums Meerschweinchen», das Specksteinschleifen, der Samariter-Notfallkurs für Kinder, das Jonglieren, der Besuch im Tröchnihuus und der Tauchkurs.

Finanziert wurden die Kurse einerseits durch die Kinder selber. Jene, deren Eltern Mitglied des örtlichen Elternvereins sind, mussten 15 Franken bezahlen, die übrigen 25 Franken.

«Der Besuch im Kino Schloss in Aarau vom Freitagnachmittag kostete fünf Franken zusätzlich», so Donatiello. Hinzu kamen diverse Sponsoren, nämlich Firmen aus Gretzenbach und Umgebung, das katholische Pfarramt, die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde «oder auch einzelne Kursanbieter, die für diese Dienstleistung nichts verlangt haben», erklärte das OK-Mitglied. Und dabei scheint klar: Einer fünften Auflage des Gretzenbacher Ferienpasses im kommenden Jahr dürfte nichts im Wege stehen.