Oensingen

Schulhaus Oberdorf soll erweitert, Kindergarten neu gebaut werden

Der Infopavillon beim Wohnpark Leuenfeld wäre eine Option für ein Provisorium, bis ein neuer Kindergarten zur Verfügung steht.

Der Infopavillon beim Wohnpark Leuenfeld wäre eine Option für ein Provisorium, bis ein neuer Kindergarten zur Verfügung steht.

Da die Oensinger Bevölkerung stetig wächst, musste der Gemeinderat Grundsatzentscheide, was die Schulraumplanung betrifft, fällen. Die Primarschule wird am Standort Oberdorf bleiben und ausgebaut, ein Kindergarten wird wohl neu gebaut.

Die Zeit drängt: Oensingens Einwohnerzahl wächst, und zwar schnell. Dass dadurch bald einmal der Schulraum und – noch früher – der Platz in den Kindergärten knapp werden könnte, ist schon länger bekannt. Die Schulraumplanung wurde denn auch im Gemeinderat immer wieder aufgegriffen, aber Konkretes liess auf sich warten.

Nun hat der Gemeinderat Grundsatzentscheide gefällt: Die Primarschule soll zentral am Standort Oberdorf bleiben und erweitert werden. Für den Bedarf an Kindergartenplätzen wird ein Neubau ins Auge gefasst. Als Basis für die Entscheide dient dem Rat ein Zwischenbericht bzw. der Abschluss der Analysephase zur Schulraumplanung, erstellt durch die Metron AG, Brugg, die bei der Ortsplanung ebenfalls involviert ist, in Zusammenarbeit mit der Schulleitung.

Provisorium für Kindergarten

Unmittelbarer Handlungsbedarf besteht beim Kindergarten. Aktuell wird dieser in fünf Klassen geführt (101 Kinder). In den nächsten beiden Jahren wird die Zahl gemäss Analyse und Prognosen auf 122 Kinder anwachsen, auf sechs Klassen verteilt, mittelfristig wird mit bis zu sieben Klassen gerechnet. Man werde um ein Provisorium nicht herumkommen ab Schuljahr 2014/15, weil in den drei bestehenden Kindergärten kein Platz mehr ist, hiess es im Rat.

Die Kindergärten Unterdorf und Mitteldorf lassen sich aufgrund der Strukturen nicht nach Belieben vergrössern. Der Kindergarten West hingegen liesse sich auf doppelte Grösse ausbauen, falls man das angrenzende Stück Land zur Verfügung bekommt. Gemeinderat, Metron und Schulleitung geben dieser Variante die besten Chancen.

Gelegenheit im Schachen verpasst

Auch wenn sich der Ausbau West zügig realisieren liesse, gehts trotzdem nicht ohne Provisorium zum Überbrücken. Infrage käme der ehemalige Infopavillon beim Leuenfeld, die Aufbereitung wäre allerdings relativ teuer. Möglich wäre auch der vorübergehende Betrieb in einem Container.

Mit Wehmut wurde im Gemeinderat daran erinnert, dass man 2008 entschieden hatte, den aus heutiger Sicht ideal gelegenen Kindergarten Schachen samt Areal zu verkaufen. Obwohl damals absehbar war, dass die Einwohnerzahl bald wachsen wird. Der Wohnpark Leuenfeld war seit 2007 im Bau.

Standort Oberdorf favorisiert

291 Schülerinnen und Schüler besuchen verteilt auf 16 Klassen derzeit den Unterricht im Primarschulhaus Oberdorf. 400 Schüler in 24 Klassen können es gemäss Analyse bis im Jahr 2028 sein. Handlungsbedarf besteht mittelfristig, das heisst bis 2023, wenn mit 20 Klassen gerechnet wird.

Ein zweites Schulhaus an anderer Stelle zu bauen, halten Rat, Metron und die Schulleitung für nicht sinnvoll. Man will am Standort Oberdorf festhalten, jedoch nicht, indem dort bestehende Gebäude aufgestockt. Vielmehr will man in direkter Umgebung Areal sichern, um einen Neubau erstellen zu können.

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