AKW Gösgen
Schuld an Spannungsausfall im AKW Gösgen war eine Fehlbedienung

Eine Fehlbedienung hat im AKW Gösgen im Juli zu einem Spannungsabfall an einer Notstromschiene geführt. Das Vorkommnis führte zu einem kurzen Unterbruch der Nachwärmeabfuhr und hatte eine geringe Bedeutung für die nukleare Sicherheit.

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Das AKW Gösgen im Kanton Solothurn

Das AKW Gösgen im Kanton Solothurn

Keystone

Der Reaktor war am 17. Juli um 10.40 Uhr für die Reparatur des Generators abgeschaltet, kalt und unterkritisch, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am Mittwoch auf seiner Website mitteilte. Die Nachwärmeleistung sei aufgrund der vorhergehenden langen Revisionsabstellung sehr gering gewesen.

Die Fehlbedienung der Schichtmannschaft führte zu einem wenige Minuten dauernden Spannungsausfall an einer von vier Notstromschienen. Wie für solche Fälle vorgesehen, startete automatisch der entsprechende Notstromdieselgenerator.

Da sich dessen Schalter zu diesem Zeitpunkt in Teststellung befand, konnte der Dieselgenerator die betroffene Schiene jedoch nicht versorgen, wie das ENSI schreibt. Weil nur ein Nachkühlstrang für die Kernkühlung in Betrieb war und dieser von der betroffenen Notstromschiene vorsorgt wurde, wurde die Nachkühlung ebenfalls für wenige Minuten unterbrochen.

Wegen der sehr geringen Nachwärmeleistung stand für Eingriffe der Schichtmannschaft gemäss ENSI ein grosses Zeitfenster zur Verfügung. Die Spannungsversorgung der ausgefallenen Notstromschiene wurde wieder hergestellt und die ausgefallene Nachkühlung zugeschaltet.