Die Primarschüler der 1./2. Klassen des Inselischulhauses befassen sich zurzeit mit dem Thema «Unsere fünf Sinne». Zum Bereich «Sehen» konnte man das Erlebnismobil der CBM als Gast auf den Pausenplatz verpflichten.

Hannes Stüssi, Mitarbeiter von CBM, sagte zu den Kindern, die klassenweise antraten: «Wir helfen Menschen mit einer Behinderung. Besonders setzen wir uns für augenkranke und sehbehinderte Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika ein.»

Mit dem Aufsetzen einer Simulationsbrille konnten die Kinder erleben, wie Leute mit dem «grauen Star» ihre Umwelt wahrnehmen. An dieser Krankheit würden weltweit rund 20 Mio. Menschen leiden. Diese Krankheit sei heilbar und dafür setze sich die CBM unter anderem ein.

Insgesamt gebe es 39 Mio. Blinde und 245 Mio. Sehbehinderte auf der Welt.

Tastparcours – kleine Mutprobe

Stüssi erklärte weiter, wie die Blinden ihre Umwelt mit ihren andern vier Sinnen verstärkt wahrnehmen würden. Er führte die Kinder in den Umgang mit dem Langstock ein. In einem 12 Meter langen Parcours mit Hindernissen, die im umgebauten Lieferwagen von unten, von oben oder seitwärts zu erspüren waren, ertasteten sich die Schüler ihren Weg.

Manch einem Kind war der erste Gang mit der komischen Brille und ganz ohne Begleitung ungewohnt und bedeutete eine Mutprobe. Ein nachfolgender Gang durch den Parcours ohne Brille brachte Licht ins Dunkel und löste viele «Ahas» aus.

Vor dem Auto hatten die Kinder zudem die Gelegenheit, Spiele mit zugedeckten Augen zu spielen. Mit dem Betrachten eines kurzen Films wurde die Lektion abgeschlossen. «Uns geht es darum, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Kinder für die Probleme behinderter Menschen zu sensibilisieren», fasste Hannes Stüssi die Arbeit mit den Kindern zusammen.

Die CBM ist eine unabhängige, christliche Entwicklungsorganisation und weltweit tätig. Seit über 100 Jahren setzt sie sich für blinde und andere behinderte Menschen ein, ohne Ansehen von Nation, Ethnie, Geschlecht und Religion.

Mehr Infos: www.cbmswiss.ch