Laupersdorf

Schüler gehen mit Heuschrecke «Gümpi» auf Entdeckungstour

In Laupersdorf wurde der für Primarschulklassen geschaffene Lehrpfad für eine nachhaltige Lebensweise eröffnet. Die Leitfigur für den Pfad ist Heuschrecke Gümpi.

Hausrotschwanz «Husi», der im Naturpark Thal den Besuchern auf dem beschilderten Weg zur Beringungsstation Subigerberg die Vielfalt der Natur im Jura aufzeigt, bekommt Gesellschaft. Dies in Form der Heuschecke Gümpi. Der grüne «Heugümper» ist die Leitfigur für den neuen Lehrpfad «Gümpis Weg in die Zukunft», der am Donnerstag in Laupersdorf offiziell eröffnet wurde.

Gemeindepräsident Edgar Kupper zeigte ich erfreut darüber, dass Laupersdorf als Standortgemeinde ausgewählt wurde. Dieser Lehrpfad passe sehr gut zum Dorf, weil «Heugümper» im Volksmund als Wappentier von Lauperdorf gehandelt würden und weil damit auch das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» eine willkommene Aufwertung erfahre.

Auch Ines Kreinacke, Geschäftsführerin des Naturparks Thal, sprach von einer Aufwertung für den Naturpark. Die Ausrichtung des Lehrpfades auf eine nachhaltige Lebensweise könne auf den Naturpark übertragen werden. Auch dieser bestehe aus einem grossen natürlichen Netzwerk, zu dem Sorge getragen werden müsse. 

Erste Schritte erfolgen 2009

Projektleiterin Jeanine Riesen von Weit&Breitsicht erklärte, dass der Lehrpfad genau dieses Verständnis wecken und fördern wolle. Als Zielgruppe erwähnte Riesen Unterstufenschulklassen. Die Idee für die Schaffung eines Nachhaltigkeitslehrpfades wurde 2009 erstmals diskutiert und danach weiterentwickelt.

Der offizielle Start in die Umsetzungsphase erfolgte 2014. Zielsetzung war, im Naturpark Thal ein Angebot für die Bildung und für die nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Als grösste Herausforderung empfand Riesen, die teils komplexen Vernetzungen von Natur und Alltag so herunterzubrechen, dass sie für die Schülerinnen und Schüler verständlich ist.

Ob das gelungen ist, konnten die anwesenden Schulklassen, darunter auch eine aus Kriegstetten, nach der Begrüssung auf dem 2,4 Kilometer langen und mit acht Posten ausgestatten Lehrpfad herausfinden. Der Rundweg verläuft von den Schulhäusern via Bodenacker, Eglisrain, Güggelhof, Römerfeld, Alter Kirchweg, Dorfstrasse zurück zum Gemeindezentrum.

Bei der Gestaltung der Posten wurde vorhandene Infrastruktur genutzt, wie etwa bei einem bestehenden Naturgarten zum Thema «Biodiversität». Bei sämtlichen Posten ist Gümpi auf grossen Tafeln präsent. Darauf kann viel Wissenswertes über Mensch, Wirtschaft und Natur in Erfahrung gebracht werden. Mittels Scanning eines vorhandenen QR-Codes mit dem Handy kann man sich einen direkten Zugang zu allen Lehrmaterialen und und Gümpis Geschichte verschaffen.

Spielerisch lernen

Die Postenarbeit der Schülerinnen und Schüler geschieht denn auch auf der Grundlage von Gümpis Geschichte. Gemeinsam werden die erwähnten Themen und ihre Vernetzung mit dem täglichen Leben beleuchtet und versucht, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dies geschieht auf spielerische Weise mit Rätseln, Geschichten dichten, Schätzen suchen, Stafetten laufen sowie anderem mehr.

Diese Art des Unterrichts und insbesondere das Thema «Biodiversität» haben Nicolas Fehlmann gefallen, wie der 6.-Klässler aus Kriegstetten versichert. Nun freue er sich auf den Posten «Energie». Mit Gümpis Geschichte nicht viel anfangen kann Elio Pichieri. Um so cooler findet er die Aufgaben an den Posten.

Besonders gefallen habe ihm, bei der Produktion von Rapsöl zuzusehen, sagte 5.-Klässer aus Laupersdorf. Lehrer David Egger findet den Lehrpfad sehr gelungen. Allerdings empfehle er Kollegen, Gümpis Geschichte vor dem Besuch des Lehrpfades mit der Klasse zu besprechen. Sonst sei der Zeitaufwand einfach zu gross.

Übrigens: Auch Erwachsene und Familien sind eingeladen, Gümpis Weg zu besuchen und ihr Wissen zum Thema nachhaltige Lebensweise im Rahmen der Hintergrundinformationen zu vertiefen.

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