Vor gut einem halben Jahr hat sich der Schlossverein Falkenstein mit dem Ziel gegründet, die Bausubstanz des Balsthaler Wahrzeichens Neu-Falkenstein zu erhalten und die Ruine für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Dazu wurde mit dem Kanton Solothurn als neuem Besitzer eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Bereits ist mit dem Schlossputz im Mai, dem Aufstellen eines neuen grossen Grills und der Wahl von Marcel Allemann aus Matzendorf zum neuen Präsidenten auf dem Schloss schon viel passiert. Mit dem Schlossfest vom 30. Juni und 1. Juli soll nun auch ein erster Anlass für die gesamte Bevölkerung durchgeführt werden.

Am 1. Juli 1798 wurde die stolze Burg Neu-Falkenstein von rebellischen Balsthalern unter der Führerschaft des Sohnes des «Rössli»-Wirtes, Johann Brunner junior genannt «Rössli-Jean», niedergebrannt. Die aufmüpfigen Balsthaler waren zwar über die zu dieser Zeit einmarschierenden Franzosen nicht erfreut, sie fühlten sich aber den Forderungen der Französischen Revolution «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit» verbunden und wollten die alte Herrschaft des städtischen Patriziates abschaffen. Das historische Ereignis der Zerstörung dieses Symbols für die autoritäre Gesellschaftsform jährt sich dieses Jahr zum 220. Mal. Aus diesem Anlass will der Schlossverein Falkenstein die Burg erneut auflodern lassen. Er lädt deshalb zu einem zweitägigen Schlossfest ein. Der Eintritt zu diesem Anlass ist frei. (mgt)