Balsthal
Schloss Neu-Falkenstein soll auch weiterhin leuchten

Mit einer Spendenaktion soll die Erneuerung der Strom- und Abwasserleitungen beim Schloss Neu-Falkenstein finanziert werden.

Peter Wetzel
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So soll ein Wahrzeichen von Balsthal, das Schloss Neu-Falkenstein, auch weiterhin ins Tal hinunter leuchten.

So soll ein Wahrzeichen von Balsthal, das Schloss Neu-Falkenstein, auch weiterhin ins Tal hinunter leuchten.

Stefan Hofmeier

Anfang dieses Jahres musste die Wasserleitung, welche vom Gebiet Hinter Schloss auf den Vorplatz der Ruine führt, ersetzt werden. Das Wasser speist den romantischen Brunnen auf dem Schloss und führt auch zur bestehenden WC-Anlage. Ein WC produziert auch Abwasser. Dieses wird seit 1997 in einem Rohr, zusammen mit der Stromleitung, in direkter Falllinie zum ehemaligen Salzlager des Staates geführt. Den Strom braucht es einerseits für die Schlossbeleuchtung, anderseits für Geräte, welche für Unterhaltsarbeiten eingesetzt werden müssen.

Viele auf dem Schloss stattfindenden Anlässe, darunter auch Lager von Jugendorganisationen, können von dieser Erschliessung profitieren. Aus Sicherheitsgründen müssen nun diese Leitungen in ein neues Trassee verlegt werden, was Kosten von 65 000 Franken auslöst. Insgesamt müssen eine 400 Meter lange Strom- und eine ebenso lange Abwasserleitung verlegt werden. Die neue Erschliessung erfolgt ab ehemaligem Salzmagazin zuerst nördlich über das offene Feld, dann östlich durch den Wald bis zum hinteren Schlossweg, dann in diesem bis zur bestehenden Toilettenanlage. Zum Projekt gehört auch der Abbruch der bestehenden Leitungen.

Auf Unterstützung angewiesen

Nino Joller, Präsident der «Stiftung Schloss Neu-Falkenstein» sagte: «Das wird ein Jahrzehnte-Projekt, welches für die nächste Generation Bestand haben muss.» Man sei finanziell auf den Goodwill der Bevölkerung angewiesen. Mit von der Partie ist auch der Holzfluh-Verein, welcher die bestehende Beleuchtung errichtet hat und auch deren aufwendigen Unterhalt betreibt (wie auch diejenige auf Alt-Falkenstein).

Das Projekt übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der beiden Institutionen. Keine Angst: Das Schloss wird nicht in Dunkelheit versinken. Es wird in der Nacht vorläufig auch weiterhin als romantisches Wahrzeichen von Balsthal über dem Weiler St. Wolfgang zu sehen sein. Gebaut werden die neuen Erschliessungsleitungen aber erst, wenn die Finanzierung gesichert ist und die Baubewilligung vorliegt.

Spendenbarometer steigt

Die Verantwortlichen haben sich eine besondere Spendenaktion ausgedacht. Alle, denen die Schlossbeleuchtung von Neu-Falkenstein am Herzen liegt, können sich finanziell an der Sanierung beteiligen, indem sie symbolisch einen oder mehrere Meter Leitung kaufen. Ein Meter ist für 50 Franken zu haben. Die Leitungssponsoren werden auf der Website www.neu-falkenstein.ch namentlich erwähnt. Dort erfährt man auch mehr über das Projekt. Spendenbarometer im Schaufenster der Clientis Bank im Thal und bei der Sagi Balsthal geben laufend Auskunft über den finanziellen Stand der Spendenaktion.

Am Chlause-Märet vom 6. Dezember wird das Projekt an einem speziellen Stand vorgestellt und die Spendenaktion lanciert. Dort kann man bereits stolzer Besitzer von einem oder mehreren Metern Stromleitung werden. Bei der Finanzierung des Projektes rechnet man zudem mit Beiträgen und Subventionen verschiedener Organisationen. Auch bei diesem Projekt werden zahlreiche Stunden an Eigenleistungen erforderlich sein.