Neuendorf

Schleichverkehr nimmt zu – Stumpenrainweg soll nun verkehrsfrei werden

Seit fünf Jahren ist der Stumpenrainweg zwischen Neuendorf und Niederbuchsiten mit einem Fahrverbot belegt.

Seit fünf Jahren ist der Stumpenrainweg zwischen Neuendorf und Niederbuchsiten mit einem Fahrverbot belegt.

Der Gemeinderat Neuendorf befasste sich an seiner letzten Sitzung mit dem Stumpenrainweg, auf dem trotz Fahrverboten noch immer Schleichverkehr unterwegs ist.

Beim Stumpenrainweg handelt es sich um eine asphaltierte Flurstrasse auf der Südseite des Dorfes, welche in Richtung Westen an wenigen Häusern vorbei vornehmlich über freies Feld nach Niederbuchsiten führt.

Leuenbühlweg mit direkter Verbindung zum Stumpenrainweg.

Leuenbühlweg mit direkter Verbindung zum Stumpenrainweg.

In die Schlagzeilen geriet die 3,5 Meter breite Verbindungsstrasse Mitte 2013 wegen des hohen Verkehrsaufkommens in den Morgen- und Abendstunden. Verursacht wurde dieser rege Verkehrsfluss hauptsächlich von Fahrzeugen, welche am Morgen aus dem Oberaargau kommend via Schweissacker und Allmendstrasse in Niederbuchsiten ins Gäu und abends dieselbe Strecke wieder zurückfuhren.

Verkehr aus dem Oberaargau

Weil die ersten Autos bereits um 4 Uhr morgens mit teils hohem Tempo durch die Allendstrasse fuhren, ging der Niederbuchsiter Gemeinderat damals davon aus, dass es sich dabei vor allem um Automoblisten handelte, welche in den zwei Postzentren Härkingen arbeiten. Nach vermehrten Reklamationen von Anwohnern, welche konkrete Massnahmen verlangten, beschloss der Niederbuchsiter Rat, in dieser Sache aktiv zu werden. Die Anwohner hätten sich mit Blick auf den seit vier Jahren zunehmenden Verkehr zu Recht gewehrt, hatte Gemeindepräsident Markus Zeltner damals gegenüber dieser Zeitung erwähnt.

Als einzig wirksame Massnahme erachtete der Niederbuchsiter Gemeinderat die Einrichtung eines Fahrverbotes ab dem Knoten Wolfwilerstrasse-Allmendstrasse sowie in der Verlängerung des Stumpenrainwegs. Weil Niederbuchsiten den Stumpenrainweg nur bis zur Gemeindegrenze von Neuendorf mit einem Fahrverbot belegen konnte, wurde der Gemeinderat von Neuendorf gebeten, auf dem Flurweg seinerseits ein Fahrverbot aufzustellen.

Anlass dazu gab es in Neuendorf, weil sich dort ebenfalls Anwohner des Stumpenraiwegs am Verkehr störten. Einige wurden von den um 4 Uhr morgens an ihren Häusern vorbeifahrenden Autos regelmässig aus den Schlaf gerissen.

Flurwege sind Schlupflöcher

Nachdem der Neuendörfer Gemeinderat am 15. Juli 2013 beschlossen hatte, den Stumpenrainweg ebenfalls mit einem Fahrverbot zu belegen, stellte sich nach der Installation der Verbotstafeln rasch eine Besserung ein. Der Verkehr brach von einem auf den anderen Tag förmlich ein, wie Anwohner zu berichten wussten.

Einige findige Autofahrer haben aber in der Zwischenzeit ein «Hintertürchen» gefunden, um den Weg von Neuendorf nach Niederbuchsiten in Richtung Oberaargau abzukürzen. Als Schlupflöcher stellten sich die Flurwege ohne Fahrverbote heraus, über welche mit dem Auto der Stumpenrainweg angefahren werden kann. Insgesamt gibt es drei Einmündungen. Werden diese mit einem Auto durchfahren, wird das geltende Fahrverbot wegen der dort fehlenden Signalisation aufgehoben.

Inzwischen nimmt der Schleichverkehr in den Stumpenrainweg gemäss Reklamationen von Fussgängern und vom Langsamverkehr wieder zu. Anwohner Urs von Arb hat beobachtet, dass vermehrt Autos via Dorfstrasse über den Leuenbühlweg in den Stumpenrainweg fahren.

Um diesem Trend den Riegel zu schieben, beschloss der Neuendörfer Gemeinderat die Installation von vier weiteren Fahrverboten für jene Flurwege, über welche die Einfahrt in den Stumpenrainweg noch ohne Verbot möglich ist. Dabei handelt es sich um die Einmündungen Dorfstrasse-Heiniweg, Dorfstrasse-Leuenbühlweg, Wolfwilerstrasse-Kipfweg, äusserer Stumpenrainweg mit Einmündung Innerer Moosweg.

Werkhof stellt Tafeln auf

Der Gemeinderat sprach nach kurzer Beratung einen Kredit von 1500 Franken, für die Anschaffung und die Montage der vier Verbotstafeln mit dem Zusatzschild «Zubringerdienst gestattet». Die Tafeln werden vom Werkhof-Team aufgestellt. Der Gemeinderat zeigte sich überzeugt, dass mit dieser Massnahme der Schleichverkehr am Stumpenrainweg bald der Vergangenheit angehören wird. Damit werde zu Ende geführt, was der Rat 2013 beschlossen habe.

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