Sonnwendfeier 2018
«Schade um die viele Arbeit»: Rauch und Nebel trübten Sicht auf grösstes Schweizer Feuerwerk

Wegen tiefhängender Wolken und Windstille war vom Feuerwerk an der Sonnwendfeier der Schweiz in Oensingen wenig zu sehen.

Gabriela Strähl
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Sonnwendfeier Oensingen
42 Bilder
 Wer kann, sucht sich einen trockenen Platz, bevor es losgeht.
 Wer kann, sucht sich einen trockenen Platz, bevor es losgeht.
 OK-Präsident Urs Rölli (rechts) im Gespräch mit Marco Kühne, Leiter Marketing und Events bei Radio 32
 Tolle Stimmung im Festzelt
 Warme und regenfeste Kleider und ein Schirm sind ein Muss in diesem Jahr
 Im Fonduewagen am Schärme ist die Stimmung ausgezeichnet.
 Im Fonduewagen am Schärme ist die Stimmung ausgezeichnet.
 Gute Stimmung an der Sonnwendfeier in Oensingen trotz miserablen Wetters.
 Im Fonduewagen am Schärme ist die Stimmung asgezeichnet.
 Im Fonduewagen am Schärme ist die Stimmung asgezeichnet.
 Mat und Sven vom eigens dafür eingerichteten Radio sorgen aber mit cooler Musik und coolen Sprüchen für eine gute Stimmung.
Sonnwendfeier Oensingen
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Sonnwendfeier Oensingen
Sonnwendfeier Oensingen
Sonnwendfeier Oensingen
Sonnwendfeier Oensingen Alle drei Jahre findet zur Sonnwendfeier in Oensingen das grösste Feuerwerk der Schweiz statt, in dem sich die beiden Clubs, der Vogelherdclub und der Ravellenclub zu überbieten versuchen. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt. vom Vogelherdclub.
Sonnwendfeier Oensingen
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 Höhenfeuer des Ravellenclubs
 Stimmung im Festzelt
 Warme und regenfeste Kleider und ein Schirm sind ein Muss in diesem Jahr
 Tolle Stimmung im Festzelt
 Wer kann, sucht sich einen trockenen Platz, bevor es losgeht.
 Wer kann, sucht sich einen trockenen Platz, bevor es losgeht.

Sonnwendfeier Oensingen

Oliver Menge

Am Samstagabend machte das Wetter dem Feuerwerk an der Sonnwendfeier in Oensingen einen Strich durch die Rechnung. Tiefhängende Wolken verschlechterten die Sicht. Dazu kam, dass es praktisch windstill war, sodass der Rauch nach den Explosionen der Feuerwerkskörper nicht abziehen konnte.

Mit dem nassen Wetter hatten die Organisatoren gerechnet, mit den anderen unglücklichen Faktoren jedoch nicht: «Wir haben am Morgen für die Entscheidung beim Wetterdienst des Flughafen Zürichs angerufen, doch auch dieser konnte die Begebenheiten nicht genau vorhersagen», sagt OK-Präsident Urs Rölli auf Nachfrage. Sie hätten nach bestem Wissen und Gewissen entschieden und bereuten dies nicht. Dies auch, weil für den Sonntagabend Schnee gemeldet war – «Regen war da das kleinere Übel.»

Unter den Bedingungen litt der Ravellenclub deutlich mehr als der Vogelherdclub. Eine Wolke verdeckte insbesondere die grossen Muster. Der Vorteil des Vogelherdclubs lag darin, dass sie eher auf tiefer angesetzte Explosionen und das Spiel mit den Farben setzten. Besonders beeindruckend waren die Explosionen hinter einer Baumreihe, wodurch die schwarzen Silhouetten der Bäume vor den kräftigen Farben hervorstachen.

Gute Stimmung zu Beginn

Besonders zu Beginn des Anlasses war die Stimmung trotz Regen bemerkenswert gut. «Wir hatten die Tickets schon im Voraus gekauft und liessen uns deshalb nicht vom Wetterbericht abschrecken», meinten zwei Freundinnen, die aus Egerkingen und Olten angereist waren und sich gut gelaunt auf den Weg zum Festgelände machten. Besonders in den Festzelten war vor Beginn des Feuerwerks viel los.

Draussen schützten sich die Leute mit Regenjacken und Schirmen vor dem nassen Wetter und versorgten sich an den zahlreichen Ständen. Entlang der Jurastrasse stellten viele ihre mitgebrachten Camping-Klappstühle auf, manche davon mit fixierten Regenschirmen. Aus den Boxen ertönte Musik und Unterhaltung aus der eigenes für das Fest installierten Radiostation. Die Organisation klappte reibungslos.

Auf dem Gelände traf man auf viele Leute aus der Umgebung, die seit Jahren praktisch jedes Mal an der Sonnwendfeier teilnehmen. Darunter Denise Sollweger aus Wiedlisbach mit ihrem Therapiehund, dem die Explosionen nichts ausmachten: «Er ist so ausgebildet, dass es ihn nicht erschreckt. Mittlerweile kommt er gerne an solche Anlässe mit. Er mag es, wenn viel los ist.» Doch auch von weiter weg reiste das Publikum an: Auf dem Festgelände waren Dialekte aus anderen Teilen der Schweiz zu hören, und auf Facebook wurden im Vorfeld der Veranstaltungen Unterkünfte in der Umgebung vergeben.

Hoffentlich einmaliges Ereignis

In der Geschichte der Sonnwendfeier in Oensingen waren dies wohl die schlimmsten Bedingungen, wie auch OK-Präsident Rölli feststellte. Viele Leute verliessen das Festgelände während dem Spektakel oder in der zehnminütigen Pause, in der man vergeblich auf das Abziehen des Rauchs wartete. Doch zahlreiche Menschen verharrten bis zum Schluss in der Kälte. «Da können ja die Veranstalter nichts dafür», meinten drei, die aus der Umgebung von Grenchen anreisten und das Ende der kurzen Pause abwarteten. «Wir stecken deshalb den Kopf jetzt nicht in den Sand.»

Immerhin hatte in der Zwischenzeit der Regen merklich nachgelassen und schlussendlich aufgehört. Das verbliebene Publikum bedankte sich mit Applaus und Jubelrufen bei allen Beteiligten. Bleibt zu hoffen, dass die Bedingungen in drei Jahren günstiger sind und sich die beiden Vereine wieder wie gewohnt miteinander messen können.

Zum Nachlesen: Der Liveblog zur Sonnwendfeier in Oensingen:

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