Balsthal
Sanierung und Ausbau abgeschlossen: Das Projekt wuchs während der Bauzeit

Am Samstag kann nach einer rund 6-jährigen Planungs- und Realisierungsphase der Abschluss der Sanierung und des Ausbaus des Alters- und Pflegeheims Inseli gefeiert werden. Dazu laden die Verantwortlichen die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür ein.

Peter Wetzel
Merken
Drucken
Teilen
Der Neubau (grauer Trakt) verbindet das Hauptgebäude (rechts) mit der geschützten Abteilung, die über eine eigene Gartenanlage verfügt.

Der Neubau (grauer Trakt) verbindet das Hauptgebäude (rechts) mit der geschützten Abteilung, die über eine eigene Gartenanlage verfügt.

Christian Niggli

Auf einem geführten Rundgang können sich die Besucher ein Bild über den Umfang und die Qualität die geleisteten Arbeiten machen.

Der neu erstellte Zwischenbau, der das Hauptgebäude mit dem Nebengebäude an der Langackerstrasse verbindet, ist von aussen gesehen die markanteste Erneuerung. Hier entstanden auf drei Geschossen je acht Bewohnerzimmer, vergrösserte Ess- und Aufenthaltsräume sowie Serviceräume für das Personal und weitere Nebenräume. Das ehemalige Personalhaus (Nebengebäude) wurde in eine geschützte Abteilung mit einem grossen, separaten Garten umgebaut.

Neu 86 statt «nur» 68 Betten

Kurt Nussbaumer, Präsident des Stiftungsrates, sagt: «Im Laufe der Bauphase sind wir immer wieder mit Sachen konfrontiert worden, die nicht vorgesehen waren und welche das Architekturbüro, die Bauleute, die Heimleitung, das Personal wie auch die Hausbewohner vor grosse Herausforderungen gestellt haben.» Mit «Sachen» meint Nussbaumer unter anderem die nachträglich gefällten Entscheide des Stiftungsrates, den Zwischentrakt von zwei auf drei Geschosse zu erhöhen oder den Einbau von 20 Nasszellen in den Zimmern des ersten Stockwerks im Hauptgebäude.

Sie freuen sich, zusammen mit allen Beteiligten, über das gelungene Werk: (v. l.) Christian Niggli (Architekt), Emil Kowalski (Bauherrenberater Bracher und Partner AG), Kurt Nussbaumer (Präsident Stiftungsrat), Brigitte und Reinhard Hasler-Ubink (Heimleitung), Martin Born (Bauleiter Um- und Neubau).

Sie freuen sich, zusammen mit allen Beteiligten, über das gelungene Werk: (v. l.) Christian Niggli (Architekt), Emil Kowalski (Bauherrenberater Bracher und Partner AG), Kurt Nussbaumer (Präsident Stiftungsrat), Brigitte und Reinhard Hasler-Ubink (Heimleitung), Martin Born (Bauleiter Um- und Neubau).

Peter Wetzel

Die Bettenzahl sei infolgedessen von 68 auf 86 gestiegen. Architekt Christian Niggli (Niggli + Partner Architekten Balsthal) erwähnt dazu, dass dadurch der seinerzeit bewilligte Kostenrahmen von 10,6 Mio. Franken auf 13 Mio. Franken erhöht werden musste. Die zusätzlichen Kosten würden aber nicht auf die Thaler Gemeinden abgewälzt. Diese würden vollumfänglich von der Stiftung getragen.

Beim Umbau wurde auf mehr Licht und Effizienz geachtet

Schon beim Betreten des Alters- und Pflegeheims fällt die freundlichere und hellere Atmosphäre auf. Dafür sorgt unter anderem eine neue Tageslichtsteuerung. Nebst den erwähnten neuen Räumlichkeiten und Einrichtungen wurden im Untergeschoss die Wäscherei vergrössert sowie neue Garderoben- und Technikräume errichtet. Auch die Küche wurde erweitert und auf den neusten Stand gebracht. Weiter waren brandschutztechnische Anpassungen und Sicherheitsmassnahmen nötig. Zusätzlich entstanden ein Sekretariatsbüro, eine neue Cafeteria-Einrichtung sowie neue Mehrzweck- und Aktivierungsräume. Angepasst werden musste auch die Haustechnik. Zudem wurde die Heizung an das Fernwärmenetz von Balsthal angeschlossen. Stiftungsratspräsident Kurt Nussbaumer fasste das Projekt so zusammen: «Heute sind wir effizient eingerichtet und verfügen über optimale Strukturen.»(pwb)

Mit Provisorium auskommen

Ein besonderes Kränzchen windet Reinhard Hasler dem Personal und den Heimbewohnern, welche zusammen immer am gleichen Strick gezogen hätten: «Die Umbauphase bei laufendem Betrieb sei wirklich eine unglaublich grosse Herausforderung gewesen. Während einer gewissen Zeit musste sogar je ein Provisorium für die Wäscherei und die Küche erstellt werden.» Der Umbau der Pflegezimmer im Altbau habe so gestaffelt werden können, dass zu keiner Zeit eine Reduktion der Bewohnerzahl erfolgen musste.Es sei deshalb klar, dass während der dreijährigen Bauzeit viel Verständnis und Toleranz von allen Seiten angesagt war, lautet die einhellige Meinung der Verantwortlichen.