Oensingen

Sanierung Lehngasse: Knackpunkte auf dem 1200 Meter langen Strassenabschnitt sind entschärft

Seit anfangs April laufen in Oensingen die Sanierungsarbeiten der Lehngasse - Äussere Klus. Ende November sollen sie abgeschlossen sein.

«Eine der grössten Herausforderung an dieser Strassensanierung war die Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauzeit», sagt Jürg Stuber, Projektleiter Strassenbau vom Amt für Verkehr und Tiefbau Kanton Solothurn. Seit anfangs April sind zwei Tiefbauunternehmen mit insgesamt durchschnittlich dreizehn Mann daran, den gut 1200 Meter langen Strassenabschnitt zwischen dem Kreisel Stampfeli in Oensingen, durch die Lehngasse bis zur Lichtsignalanlage Äussere Klus, zu sanieren. «Die Strasse war Mitte der Achtziger Jahre zum letzten Mal saniert worden und war teilweise in keinem guten Zustand mehr, erklärt Stuber. Dies vor allem aufgrund des vermehrt aufgekommenen Verkehrs. Zudem entsprach der Rad- und Fussweg entlang der Strasse nicht mehr heutigen Sicherheitsaspekten.

«Wir konnten die Strasse in einigen Abschnitten etwas verbreitern», weist Stuber hin. Insbesondere wird die Strasse im Bereich Ein- und Ausfahrt Landi mit einer sogenannten «Abbiegehilfe» ausgestattet; ein markierter Bereich, der das Einfädeln in den Verkehrsfluss erleichtert. Beide Enden dieses Bereichs werden mit Inselis gekennzeichnet. Viel Beachtung erhielt in diesem Abschnitt auch die Sicherheit der Radfahrer. So wird dort, wo sich Einfahrt und Radweg kreuzen der Strassenbelag rot eingefärbt.

Bei der Dünnernbrücke wird die Strasse wieder ihre alte Breite aufweisen. Die Brücke selbst musste nicht saniert werden. Sie bekommt beidseitig neue Geländer und oberwasserseitig einen Staukragen, der den Abtransport von Schwemmmaterial bei Hochwasser garantieren soll.

Der kombinierte Rad- und Gehweg entlang der Strasse wird bis zur Einmündung Lehnfluhweg geführt. Danach gibt es nur noch das Trottoir wie bis anhin. Dafür wird entlang beider Fahrbahnränder ein Radstreifen gelb markiert. Dafür wurde auch dieser Strassenabschnitt etwas verbreitert. Der schmale Fussweg ostwärts in Richtung Leuenfeldquartier wird mit einem kurzem Trottoirabschnitt und einem Inseli gesichert. Allerdings wird hier kein Fussgängerstreifen markiert.

Kürzere Bauetappen brauchten mehr Zeit

Die Strasse während der Bauzeit ohne grössere Behinderungen permanent für den Verkehr offen zu halten, auch wenn diese bis zum Bau-Ende nur in einer Richtung zu befahren ist, stellte eine grosse Herausforderung für die Bauleute dar. «Wir konnten und wollten die Landi-Einfahrt immer offen halten. Das hiess aber, dass in kürzeren Etappen gebaut werden musste», erläutert Stuber. Dies habe mehr Bauzeit benötigt, als zu Beginn geplant.

Zudem wurde noch ein Kabelblock für eine Hochspannungsleitung der AVAG eingebaut und in einem Bereich musste die Gemeinde Oensingen ihre alten Wasserleitungen ersetzen. «So kam es zu kleineren Verzögerungen, die aber bis zum Schluss wieder aufgeholt sein werden».
Noch bis Ende November wird an der Strasse gebaut, dann soll sie wieder ganz befahren werden können. «Bis dahin werden wir noch provisorische Markierungen anbringen», so Stuber. Die geplanten Kosten von rund 3 Millionen Franken können voraussichtlich eingehalten werden.

Der Kreisel, der auf der Hauptstrasse in Oensingen installiert wurde, werde sicher noch bis nach dem Deckbelagseinbau auf der Lehngasse etwa im Sommer nächsten Jahres aufrechterhalten, so Stuber.

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