Wangen
Salzsilos bleiben gleich (zu) hoch, kommen aber neben Viadukt zu stehen

Die Gemeinde Wangen hat sich in Sachen Salzsilos beim Kanton durchgesetzt. Die beiden Werke können neben der höchsten Stelle beim Viadukt hingestellt werden. Allerdings braucht es dazu noch zwei Ausnahmebewilligungen.

Karin Schmid
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Analog demjenigen beim Kantonalen Werkhof in Olten bei der Altola: Zwei dieser Salzsilos werden in Wangen aufgestellt. fOTO: BRUNO KISSLING

Analog demjenigen beim Kantonalen Werkhof in Olten bei der Altola: Zwei dieser Salzsilos werden in Wangen aufgestellt. fOTO: BRUNO KISSLING

bko

Der Kanton wollte die beiden neuen, je 300 Kubikmeter Inhalt fassenden Salzsilos mit Soleaufbereitung für den Unterhalt der Kantonstrassen im unteren Kantonsteil direkt beim Wangner ERO-Kreisel zwischen der Ein-/Ausfahrt Wangen und der Strasse nach Kappel bauen.

Die Gemeinde hat jedoch dagegen Einsprache erhoben, weil die Silos mit 16.40 Meter die zulässige Höhe von Bauten in der Gewerbezone 1 (10.50 Meter) weit übersteigt und sich typologisch nicht in die bestehenden Strukturen eingliedern.

Dagegen führte das Kantonale Baudepartement nach Angaben von Wangens Bauverwalter Edi Baumgartner Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Daraufhin setzten sich die Verantwortlichen von Kanton und Gemeinde zusammen. «Die Kantonsvertreter haben zugegeben, dass ihr Standort schlecht ist und sind umgeschwenkt auf den Vorschlag der Gemeinde.»

Diese hatte dem Kanton vor etwa einem halben Jahr einen Standort neben der höchsten Stelle des Viadukts vorgeschlagen. «So wird ein grosser Teil der beiden Silos durch die Lärmschutzwände verdeckt», sagt Baumgartner. «Damit wirken die beiden Bauwerke nicht mehr so dominant und störend.»

Als Nebenbau wird mit zwei Metern Abstand zu den Silos, die denjenigen beim Oltner Werkhof des Kantons entsprechen, ein Soletank mit drei Metern Durchmesser und 6.8 Metern Höhe aufgestellt. Mit diesem kleinen Abstand wird die zulässige Baulinie von sechs Metern laut Baumgartner allerdings unterschritten. «Nach Meinung der Baubehörde ist es kein Problem, eine Ausnahmebewilligung für einen Zwei-Meter-Abstand zu bekommen, da die Lage innerhalb der Baulinie betrieblich notwendig ist», sagt der Bauverwalter. So könne gleichzeitig Salz geladen und Sole getankt werden.

Ausnahmebewilligungen nötig

Der Gemeinderat habe an der Sitzung vom vergangenen Montag beschlossen, keine Einsprache dagegen zu erheben und damit den Standort so akzeptiert, hält Baumgartner fest. «Dazu wurde eine allfällige Verkleidung der beiden Silos diskutiert, zum Beispiel aus Textilgewebe. Dieses könnte für Werbung, Präsentationen der Gemeinde oder für andere Zwecke verwendet werden.»

Das Kleiden werde zusammen mit dem Baugesuch für den Werkhof des Kreisbauamtes II, das später eingereicht wird, diskutiert. «So kann man sich in der Baukommission ein Konzept mit einer einheitlichen Material- und Farbgebung überlegen», fügt Baumgartner an, wohlwissend, dass die Geschmäcker bezüglich dem Aussehen der Silos weit auseinander gehen. «Manche Leute finden sie schön, manche einfach nur hässlich.»

Die Höhe der Salzsilos bleibt – wie im Juni 2013 publiziert – bei 16.40 Metern. Wie der geringe Abstand zwischen den Silos und dem Soletank benötigt auch die geplante Silohöhe eine Ausnahmebewilligung der Baubehörde. Deshalb hat das Kantonale Hochbauamt diese beiden Punkte beim Bauprojekt an der Oberen Dünnerstrasse 22 öffentlich ausgeschrieben.

Allfällige Einsprachen dagegen können bis 6. März schriftlich und mit Begründung an die Bau- und Planungskommission eingereicht werden. Der Stützpunkt Olten wurde auf Ende 2013 gekündigt. «Dieser Winter ist nun vorbei», sagt Edi Baumgartner. «Es ist anzunehmen, dass der Kanton als Bauherrschaft die Salzsilos auf den nächsten Winter 2014/15 in Betrieb nehmen will.»