Egerkingen

Sängerin Susan Albers: «Ich möchte mit den Kindern einfach Spass haben»

Die Sängerin stimmt Alicia Keys «Empire State of Mind» an: «Ich möchte die Kinder dazu ermutigen, selbst Musik zu machen.»

Die Sängerin stimmt Alicia Keys «Empire State of Mind» an: «Ich möchte die Kinder dazu ermutigen, selbst Musik zu machen.»

Die einstige DSDS-Kandidatin und Sängerin Susan Albers war in Egerkingen auf Schulbesuch bei Zweitklässlern. Diese waren alle ganz aus dem Häuschen und zeigten sich von der Deutschen begeistert.

Stars und Sternchen im TV scheinen manchmal ganz schön abgehoben zu sein. Dass dem nicht so sein muss, wollte die Sängerin Susan Albers mit ihrem gestrigen Besuch in der 2. Klasse der Primarschule Egerkingen beweisen. «Ich möchte mit den Kindern einfach Spass haben und ihnen zeigen, dass Künstler auch nur ganz normale Menschen sind», sagte sie im Vorfeld.

Klavier und Gesang vereint

Für den Grossteil der Schulklasse ist Susan Albers jedenfalls kein unbeschriebenes Blatt. Schliesslich war sie 2013 Kandidatin der Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS) und belegte dort letztlich den vierten Platz.

Ihre Sporen hat sich die freischaffende Künstlerin aber schon viel früher abverdient. «Ich bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen und singe, seit ich denken kann», so die Deutsche.

Neben dem Gesang entdeckte sie als Kind auch das Klavier für sich, welches zu ihrem steten Begleiter wurde. «Die Kombination aus Klavier und Gesang gefiel mir und so verfolgte ich die Sache weiter.» Ihr Weg führte sie 2005 dann für ein Jahr nach London, wo die ersten paar Songs ihres 2011 erschienenen Debütalbums «Who am I» entstanden sind.

2011 war für die ausgebildete Eventmanagerin und Veranstaltungskauffrau auch in einer anderen Hinsicht entscheidend: «Seit drei Jahren bin ich nun schon in ganz Europa Vorführerin der Clavinova-Serie von Yamaha und hoffe, dass ich es damit bald einmal über den grossen Teich schaffen werde.»

Ihr Weg hat sie nun aber nicht nach Amerika, sondern wegen des Geburtstags einer Freundin in die Schweiz geführt. Am 17. Mai dieses Jahres wird hingegen ein Besuch aus beruflichen Gründen erfolgen: «Ich werde im Hallenstadion Zürich mit dem Christoph Walter Orchester am Event ‹Gymotion› auftreten», freut sich die Sängerin.

«Viel Gefühl und Gänsehaut»

Susan Albers gibt sich mit Lederhosen und -jacke betont rockig; klingt so etwa auch die Musik? Ihr Stil sei Pop mit einem Hauch Rock und RnB, beschreibt sie. «Doch vor allem Balladen zeichnen mich aus; ich setze auf viel Gefühl und Gänsehaut.»

Und für Gänsehaut sorgt sie am Montag auch bei den Schulkindern in Egerkingen, die Susan Albers beim Schulhauseingang sofort umzingeln und ganz aufgeregt durcheinander reden.

Besonders nervös wird wohl die achtjährige Lea Dörfliger sein. Sie und ihre Familie kennen nämlich Susan Albers persönlich und es ist auch Leas Vater Reinhold Dörfliger jun., der diesen Besuch in die Wege geleitet hat.

«Susan singt sehr schön und zudem spielt sie gut Klavier», schwärmt Lea und umarmt das Mädchen neben ihr. «Ich freue mich, dass jetzt auch Sina, meine beste Freundin, Susan kennenlernt.»

Susan Albers singt «Papa was a rolling stone»

Wunsch ist in Erfüllung gegangen

Nicht minder glücklich über den Besuch ist ihre neunjährige Schulkollegin Azra, die ein ebenso eingefleischter Fan ist. Bei DSDS sei Albers ihre Favoritin gewesen und noch heute höre sie jeden Tag deren Lieder. «Ich habe mir gewünscht, dass sie hierherkommt und jetzt ist der Wunsch in Erfüllung gegangen», sagt sie mit einem seligen Lächeln.

Auch Lea teilt diesen Wunsch seit einiger Zeit; darüber einig, wer nun der grösste Susan-Albers-Fan ist, sind sich die beiden jedoch nicht. Aber egal, Begeisterung verspüren jedenfalls alle und bald scharen sich die Kinder um Albers, welche einige Töne von Alicia Keys «Empire State of Mind» anstimmt – ein Lied, das sie auch bei DSDS zum Besten gegeben hat.

«Die Castingshow stellte für mich eine Plattform dar. Mein Bekanntheitsgrad zog nach der Staffel grössere Kreise», meint Albers dazu. Sie habe damals eine tolle Zeit erlebt und vor allem an ihrer Bühnenpräsenz arbeiten können. Sieger-Ambitionen seien bei ihr aber fehl am Platz gewesen: «Für eine Frau sind die Chancen kleiner und ausserdem war ich mit meinen 30 Jahren die Casting-Oma.»

Ihr Alter scheint den achtjährigen Marko aber nicht zu stören: «Albers war bei DSDS eine meiner Lieblinge.» Neben der Stimme und der netten Art zählt für ihn aber vor allem eines: «Sie ist schön», erklärt der Schüler. Für jeden war also an diesem Morgen etwas dabei, was die strahlenden Kinderaugen auch bewiesen.

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