Oensingen

Roggenstrasse beschäftigt die Bürgergemeinde weiter

Die Roggenstrasse im Winter. Ein Strassenabschnitt wurde ohne Bewilligung asphaltiert.

Die Roggenstrasse im Winter. Ein Strassenabschnitt wurde ohne Bewilligung asphaltiert.

Die Bürgergemeinde Oensingen verzeichnet erneut einen guten Verlauf des Geschäftsjahres. Neuigkeiten gab es auch zur Roggenstrasse.

Wie bei der Bürgergemeinde Oensingen fast üblich, gab es beim Rechnungsergebnis für das Jahr 2017 erneut einen positiven Abschluss zu berichten. Die Bereiche Roggenberg und Forst haben dieses Jahr mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Auf dem Berggasthof Roggen nahmen 60 Bürgerinnen und Bürger die Ausführungen und Informationen des Bürgerpräsidenten Remo Liechti zur Kenntnis.

Zunächst hatte sich die Versammlung mit vier Einbürgerungsgesuchen befassen müssen. Recht zahlreich waren dabei die Herkunftsländer der Gesuchsteller: aus Irak, Pakistan, Kongo und Kosovo. Bereits in einem separaten Ausschuss und beim Bürgerrat vorgängig beraten, wurden alle Gesuche der Versammlung zur Annahme empfohlen.

Rechnung schliesst positiv ab

Die durch Verwalter Reto Bobst erläuterte Verwaltungsrechnung 2017 sah vor dessen Behandlung noch die Erwähnung von drei ordentlichen Nachtragskrediten vor, die allesamt jeweils über der 30'000 Franken betrugen und von der Versammlung separat abgesegnet wurden.

Die Rechnung 2017 schloss erneut positiv ab, und zwar mit einem Ertragsüberschuss von 682 Franken. Dieser Endbetrag berücksichtigt bereits zusätzliche Abschreibungen in der Gesamthöhe von 617'123 Franken. Vor den Abschreibungen wurde also ein Ertragsüberschuss von 618'205 Franken erreicht. Ertragsüberschüsse gab es beim Grubenfonds, im Energiezentrum, im Werkhof, im Roggenberg sowie im Forstbetrieb. Dagegen musste man beim Bürgerhaus mit einem Ausgabenüberschuss abschliessen.

Noch kein Entscheid dieses Jahr

Präsident Remo Liechti informierte über die Kiesgrube Aebisholz und die Inertstoffdeponie. Informationen gab es ebenfalls über den in die Kritik geratenen Strassenabschnitt der Roggenstrasse. Alle Parteien seien vom Bundesgericht aufgefordert worden, nochmals eine Stellungnahme ihrer Haltung einzureichen. Entsprechend wurden die Fristen des geforderten Ausbaus des Belages sistiert. Man rechne dieses Jahr nicht mehr mit einem Entscheid, wurde gesagt.

Verzögerungen gibt es beim Umbau im Berggasthof Roggen. In Aussicht gestellt wurde eine neue Wanderkarte «Roggen-Region», welche neue Wanderrouten abseits der Hauptachse auf den Roggen aufzeigen wird.

Freuen darf man sich auf die Aktivitäten zum 100 Jahr-Jubiläum am Samstag, 25. August. Zwischen Kieswerk Aebisholz und Bürgerhaus Roggen werden verschiedene Treffpunkte mit Infoständen zu besuchen sein.

Sturmschäden behoben

Die Versammlungsteilnehmer waren beeindruckt von der Präsentation der Bilder, die der Sturm «Burglind» anfangs dieses Jahres angerichtet hatte. Dazu durfte über die erfolgreiche Aufarbeitung des Sturmschadens berichtet werden. Förster Robert Graber und seinem Team ist es in knapp einem halben Jahr gelungen, das vom Sturmschaden verwüstete Waldgebiet «Aebisholz» vollständig zu räumen und aufzuarbeiten. 13'000 Kubikmeter Holz wurden in diesem Zeitraum bereitgestellt und verkauft, jedoch ist es zum heutigen Zeitpunkt noch nicht vollständig abgeführt.

Eine ganze Palette an Dienstjubiläen galt es zu verdanken: Erich Gunziger, 25 Jahre Präsident der Forstkommission; Reto Bobst, 25 Jahre Mitglied der Roggenbergkommission; Bruno Heiniger, 25 Jahre im Bürgerrat; Remo Liechti, 5 Jahre Bürgerpräsident; Hans Schnider und Tobias Häner, beide 5 Jahre Bürgerrat, Nick Pfluger, 5 Jahre Forstkommission; Peter Baumgartner, 5 Jahre in RPK. Verabschiedungen: Max Bobst und Corinne Bobst, 25 Jahre Wahlbüro/Jubiläum, Sandra Cartier, 7 Jahre Wahlbüro. (bho/frb)

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