Oensingen
Roggen-Chilbi: Warum «Zyt ha» als Motto bestens passt

Oft hören wir in unserer gegenwärtigen Gesellschaft den Spruch: «Ich habe keine Zeit». Um gerade der heute stetig zunehmenden Hektik ein wenig entgegenzuwirken, entschieden sich die Guldenthaler Jodler für das Motto «Zyt ha».

Peter Bader-Woltersom
Drucken
Teilen
Die Guldenthaler Jodler bei ihrem Vortrag am ökumenischen Gottesdienst auf dem Oensinger Hausberg.

Die Guldenthaler Jodler bei ihrem Vortrag am ökumenischen Gottesdienst auf dem Oensinger Hausberg.

zvg

Glücklich waren die Organisatoren über das ideale Chilbi-Wetter. Diese gute Voraussetzung war mit ein Grund, dass viele Besucherinnen und Besucher an diesem Wochenende den Weg auf den Roggen fanden. Bereits am Samstagabend hatten die Organisatoren ein volles Haus. Bis ein Uhr in der Früh spielte der Guldenthaler Willi zum Tanz auf, und mit seinen Liedern sorgte der Jodlerklub Gäu aus Egerkingen für die musikalische Abwechslung im Programm.

Ökumenischer Jodlergottesdienst

Der Sonntag begann mit dem traditionellen Jodlergottesdienst. Wie nicht anders zu erwarten war, stand auch dieser unter dem Leitgedanken «Zyt ha». Als optisches Symbol dazu stand auf dem Gabentisch eine sehr grosse Sanduhr. Pfarrerin Yvonne Gütiger von der evangelisch- reformierten Kirchgemeinde Oensingen-Kestenholz und der katholische Pfarrer Toni Bucher aus Balsthal verstanden es, mit ihren zu diesem Thema vorgetragenen Gedanken die zahlreichen Gäste in ihren Bann zu ziehen und zum Nachdenken zu animieren.

Eröffnet wurde der Gottesdienst durch die Guldenthaler Jodler mit einem Lied aus der Jodlermesse von Jost Marti. Später trugen sie auch das Lied vor, mit dem sie am westschweizerischen Jodlerfest in Saas-Fee mit der Note «sehr gut» ausgezeichnet wurden. Passend zum Motto von Chilbi und Gottesdienst heisst auch dieses Lied «Zyt ha» und stammt aus der Feder von Marie-Theres von Gunten.

Gäste aus Bern- und Baselbiet

Den sonntäglichen Festbetrieb eröffnete die Ländlerformation Laufentaler Gruess. Als Gastchor präsentierten sich die Emmentaler Jodler aus Konolfingen in ihrer schmucken Tracht. Dabei handelt es sich um einen Chor, dem ausschliesslich Männer angehören. Als erstes Lied sangen sie die «Ämmitaler Alpuffahrt» von Oskar Friedrich Schmalz, einem der Pioniere aus den Anfängen der Jodlerszene in der Schweiz.

Zur allgemeinen Auflockerung marschierten schliesslich auch noch die Baselbieter Fluehtrychler mit ihren Treicheln auf dem Festgelände ein.

Aktuelle Nachrichten