Oensingen
Robidog-Säcklein landen auf Haufen neben dem Kübel

Das Bild vom überfüllten Abfallkübel ist weder selten noch ortsgebunden. Aber typisch. So stapeln sich Säcklein mit Hundekot.

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Ist der Kübel schon voll, und es liegen die ersten Säcklein daneben, so wird das als Hinweis angenommen, was zu tun ist.

Ist der Kübel schon voll, und es liegen die ersten Säcklein daneben, so wird das als Hinweis angenommen, was zu tun ist.

Alois Winiger

Die Leute haben es ja eigentlich gut im Sinn: Sie nehmen den Kot ihres Vierbeiners vorschriftsgemäss mit einem Säcklein auf und wollen es im nächsten Abfallkübel deponieren. Doch der ist leider schon voll, wie das Bildbeispiel zeigt. Was nun?

Ein echtes Problem. Wie gut, dass schon jemand auf die Idee gekommen ist, das Säcklein neben den Kübel zu legen, das erleichtert die Lösung des Problems erheblich. Der nächste Abfalldeponierer versteht dies als Hinweis, dasselbe zu tun, und der nächste dann ebenfalls etc. etc. Die Reaktion ist ja irgendwie verständlich, denn der Weg zum nächsten Abfallkübel ist ja so weit. Der Hund hätte wohl kaum etwas dagegen, die Strecke noch zu nehmen, aber Herrchen oder Frauchen ist das – so scheint es – absolut nicht zumutbar.

1050 Stunden auf Kehrichttour

«Das Verhalten der Leute bezüglich Abfall ist tatsächlich nicht nur Oensingen spezifisch», sagt Christian Wyss, Chef Werkhof. «Aber wir können ja nicht alle zehn Meter einen Kübel aufstellen.» Aktuell seien in Oensingen etwa 65 Abfallkübel und 55 Robidogs zu leeren. Der Aufwand für die Leerung steige von Jahr zu Jahr an. Wurden dafür im Jahr 2013 laut Geschäftsbericht rund 1050 Stunden aufgewendet, so dürfte im laufenden Jahr – angesichts des starken Wachstums der Gemeinde – die 1100-Stunden-Grenze überschritten werden. (wak)