Das Schloss Neu Bechburg ob Oensingen gehörte am Sonntag den Kindern. Burgfräulein in langen fliessenden Kleidern oder Ritter mit Schwert und wappengeschmücktem Überwurf nahmen die mittelalterliche Festung hoch über dem Gäu in Beschlag. Auch das Gegenstück, ein Drache (im Kostüm steckte Silvia aus Niedergösgen) tauchte unerwartet auf.

Vielfältiges Programm

Die Mauern der Bechburg bildeten den Rahmen für den bereits neunten BEKB-Familientag. Die Berner Kantonalbank BEKB hatte wiederum ein attraktives Programm zusammengestellt, wo die Mädchen und Buben sich betätigen konnten.

«Sämtliche Verpflegungsstände und Posten für die Geschicklichkeitsspiele werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer lokalen Banken betreut», betonte Nicole Amstutz, OK-Präsidentin und Marketingleiterin der BEKB in Solothurn. So standen total 35 Mitarbeitende aus der Regionen Solothurn und Thal-Gäu im Einsatz. Auch Philipp Christen, Leiter der neuen Niederlassung Oensingen, schwitzte hinter dem Bratwurstgrill und liess nichts anbrennen.

Feuerspektakel mit Pompo

Bereits am Burgtor wurden die jugendlichen Gäste von einem Flötenspieler mit riesiger Narrenkappe empfangen. Es war der Gaukler Pompo, der später im Schlosshof seine Zaubertricks und Kunststücke vorführte. Für das Feuerspektakel stieg er auf eine Bockleiter und liess sich von einem Freiwilligen aus dem Publikum die brennenden Fackeln zuwerfen, um mit ihnen zu jonglieren.

Gwundernäsli

Eher für die Kleinen war das Kasperlitheater «Gwundernäsli» von Manuela Steiner. Im alten Zehntenkeller unterhielt sie die Kinder unter anderem mit dem Stück «Bimbo in Gefahr (Kasperli rettet Bimbo)».

Hauptattraktion auf der Bühne auf der Schlossterrasse waren aber die beiden Auftritte vom Kinderliedermacher Roland Zoss, zusammen mit seinem singenden und Gitarre spielenden Piraten Toni Tortuga von der Schildkröteninsel. Zoss eröffnete das Konzert mit dem rockigen Song «Jimmy Flitz», der die Geschichte von der rasenden Maus auf einer Reise durch die Schweiz erzählt. Nicht fehlen durfte Zoss’ musikalisches Tier-ABC: «Hät öpper ´s Xenegugeli im Wald usse ghört lache», gemeint ist der Dino, der ständig «gugelet» (kichert).

Mut und Geschicklichkeit

Pompo verblüffte die Kinder mit seinen Kunststücken, Zoss verzauberte sie mit seinen eingängigen Liedern. Doch die Familien durften auch selber aktiv werden. Im Gartensalon konnten die Kinder eine Krone basteln und mit leuchtenden «Edelsteinen» bekleben. Im Schlossgarten standen verschiedene Geschicklichkeitsspiele bereit, so ein Armbrustschützenstand und ein Hufeisenwerfen. Die Mutigeren wagten sich auf das Pferde-Rodeo und versuchten, sich möglichst lange auf dem bockenden Gaul zu halten. Ruhiger gings auf dem Nostalgie-Karussell zu und her. Und jedes Kind konnte ein Erinnerungsfoto mit dem BEKB-Maskottchen Sir Bimbo mit nach Hause nehmen.

Mitten im Gewusel war auch ein zufriedener Stefan Berger anzutreffen. Der Solothurner Regionalleiter der Bank und Schwiegersohn des Gäuer Mäzens «Graf von Bechburg» Urs Leo Hammer freute sich, dass das Programm so Anklang fand und sich die BEKB als familienfreundliche und volksnahe Bank zeigen konnte.