Ein gut gelaunter Souverän genehmigte am Dienstagabend im Fröschensaal in Härkingen das mit einem Ertragsüberschuss von 4777 Franken schliessende Budget 2019. Vorgängig verabschiedeten die 34 zur Gemeindeversammlung erschienenen Stimmberechtigten die Kredite für die im kommenden Jahr 2019 vorgesehenen Investitionen zuhanden des Budgets.

Sanierung der Mehrzweckhalle

Der grösste Brocken entfällt dabei auf einen Kredit von 130'000 Franken für den Unterhalt und die nötig gewordenen Erneuerungsmassnahmen in der Mehrzweckhalle. «In der 1976 erbauten Halle sind in den letzten Jahren vermehrt Mängel wie etwa Risse im Bodenbelag der Turnhalle festgestellt worden», führte der zuständige Gemeinderat Rainer Hänggi aus.

In die Jahre gekommen ist zudem auch die Infrastruktur der Bühne in der oberen Halle. Bei dieser müssen der Bühnenvorhang und der Bühnenhorizont ersetzt werden. Komplett ersetzt werden soll auch die elektronische Dia- und Bilderwand. Die Beschallungsanlage und die Beleuchtung sollen ebenfalls erneuert und ergänzt werden.

Hinzu kommen Instandstellungsarbeiten an der Aussentreppe im Untergeschoss der Mehrzweckhalle, um die Ausweitung von Frostschäden zu verhindern und die Trittsicherheit der Treppe im Winter zu erhöhen.

Umstieg auf LED-Technik

Der beantragte Kredit von 130'000 Franken für Unterhalt und Erneuerungsmassnahmen der Mehrzweckhalle wurde von der Versammlung ebenso kommentarlos verabschiedet wie der Kredit von 75'000 Franken für die Umstellung der Strassenbeleuchtung auf LED-Technik. In dieser vierten Etappe erfolgt die Umrüstung auf LED an der Egerkingerstrasse, der Aeschgasse sowie am Cheesturmweg, wie Gemeindepräsident Daniel Nützi ausführte.

2020 soll eine weitere Umrüstungs-Etappe mit Investitionen von 85'200 Franken sowie später eine solche mit 106'000 Franken folgen. Ohne Wirtmeldung genehmigt wurde auch der Kredit von 75'000 Franken für den Ersatz des Servers im Gemeindehaus.

Eigenkapital wird abnehmen

Vor der Verabschiedung des Budgets informierte Finanzverwalterin Franziska Wyss über den Finanzplan 2019-2024. Sie wies darauf hin, dass die vom Regierungsrat geplante Steuervorlage 2017 erhebliche Auswirkungen auf den Finanzhaushalt der Gemeinde haben wird. Als Grund erwähnte Wyss den in Härkingen hohen Steueranteil bei juristischen Personen von über 50 Prozent.

Bei einer allfälligen Zustimmung zur Steuervorlage 2017 bei der voraussichtlich im Mai 2019 stattfindenden Abstimmung müsse Härkingen deshalb mit höheren Belastungen rechnen, so Wyss. Unter Berücksichtigung eines geringeren Beitrags an den Finanzausgleich würden in den ersten vier Jahren Belastungen von 400'000 Franken und anschliessend 600'000 Franken anfallen. Dies hätte zur Folge, dass sich das Eigenkapital ab Ende 2019 von 6,018 Mio. Franken bis ins Jahr 2024 auf 2,164 Mio. Franken reduzieren würde.

Ausgaben seriös hinterfragen

«Der Gemeinderat wird diese Entwicklung verfolgen und entsprechend Einfluss nehmen», versprach Gemeindepräsident Daniel Nützi. Die Gemeindefinanzen bezeichnete er als «noch gesund». Damit dies aber so bleibe, müssten geplante Ausgaben seriös hinterfragt und nachhaltig umgesetzt sowie zur Infrastruktur der Gemeinde Sorge getragen werden.

Die Erfolgsrechnung 2019, welche bei Ausgaben von 9,338 Mio. Franken und Einnahmen von 9,473 Mio. Franken einen Ertragsüberschuss von 4777 Franken vorsieht, wurde von der Versammlung einstimmig verabschiedet. Gutgeheissen wurde auch die Investitionsrechnung 2019 mit Bruttoinvestitionen von 394'400 Franken respektive Nettoinvestitionen von 334'400 Franken.

Das Budget 2019 sowie die Beibehaltung des Steuersatzes von 89 Prozent für natürliche und juristische Personen wurden von der Versammlung einstimmig verabschiedet.