Sogas
Revidiertes Energiegesetz bekämpfen

Egerkingen An der kürzlich abgehaltenen GV konnte die SOGAS über das erfolgreich verlaufene Geschäftsjahr 2017 berichten

Alex Heim (Text und Foto)
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Alex Heim

Der Präsident des Verwaltungsrates der SOGAS, alt Ständerat Rolf Büttiker, konnte zur 31. Generalversammlung 74 Aktionäre begrüssen, welche über 76 Prozent des Aktienkapitals der SOGAS vertraten. In seiner Präsidialansprache nahm der Vorsitzende wie immer sehr pointiert zu einem Problem Stellung, das in der Energiewirtschaft in der nächsten Zeit viel zu reden geben wird. Für einmal wird es ein kantonales Thema sein, das die SOGAS sehr stark beschäftigen wird: Die Beschlüsse des Kantonsrates zur Revision des Energiegesetzes sind für die Gasversorgung äusserst negativ ausgefallen. Kein Anliegen der Gasversorgung wurde berücksichtigt. Nur gut, dass die Abstimmung im Kantonsrat keine Zweidrittelmehrheit schaffte und man deshalb zwingend eine Volksabstimmung durchführen muss. Der Präsident zeigte mit deutlichen Worten auf, wie die berechtigten Anliegen der Gasversorgung missachtet wurden. Gegen das revidierte Energiegesetz werden bestimmt auch der Hauseigentümerverband, viele Wirtschaftsverbände und die bürgerlichen Parteien antreten.

Erfreuliches vergangenes Jahr

Geschäftsführer Rolf Riechsteiner erläuterte mit ein paar Beispielen den Geschäftsbericht. Für fast 120 Mio. kWh konnte im letzten Jahr Gas verkauft werden. Den grössten Teil - rund 75 Prozent - kauften Gewerbe- und Industriebetriebe und 23 Prozent wurden an Haushalte geliefert. Im vergangenen Jahr wurden rund 1,6 Mio. Franken in den Leitungsbau investiert. Durch die gute Koordination der Netzanschlüsse mit dem Strassen- und Werkleitungsbau der Gemeinden konnten die Kosten für die Erschliessung neuer Liegenschaften niedrig gehalten werden. Der Geschäftsbericht 2017 wurde von der Versammlung einstimmig genehmigt.

Finanzchef Mark Schürmann stellte die erfreuliche Jahresrechnung 2017 vor. Dank des konstanten Jahres ist das Jahresergebnis 2017 gut ausgefallen. Der Bruttogewinn von 2,12 Mio. Franken liegt etwas höher als 2016. Nach den Abschreibungen am Gasnetz und den bezahlten direkten Steuern von fast 200 000 Franken beträgt der Jahresgewinn rund 770 000 Franken. Die Versammlung nahm von diesem guten Jahresergebnis mit grosser Freude Kenntnis und stimmte der Jahresrechnung 2017 ohne Gegenstimmen und Enthaltungen zu.

Nach dem geschäftlichen Teil wurden der Verwaltungsrat, die Geschäftsleitung, die Revisionsstelle und der Präsident des Verwaltungsrates für die Amtsperiode 2018–2021 neu gewählt. Die Versammlung sprach allen Organen ohne Gegenstimmen das Vertrauen aus.

Unterirische Tunnel fördern

Die GV der SOGAS wurde mit einem Fachreferat von Rainer Deutschmann, Verwaltungsrat der Cargo sous terrain AG, abgeschlossen. Der Referent verglich das Projekt «unterirdischer Transport-Tunnel» mit grossen Bauwerken, welche in der Schweiz schon ausgeführt wurden. So sind etwa die Überwindung der Schöllenenschlucht im 16. Jahrhundert oder die Eröffnung des neuen Gotthardtunnels 2016 mit dem Neubau zu vergleichen. Die unterirdischen Verbindungen könnten viele Neubauten von Autobahnen verhindern und so wertvolles Ackerland erhalten. Mit den Tunnels könne aber auch zusätzlicher Lagerraum geschaffen und Lärm reduziert werden.

Gegenwärtig wird mit interessierten Firmen über das Startkapital von 100 Mio. Franken verhandelt. Dieses Geld wird dann in absehbarer Zeit zu einem baubewilligten Projekt führen.

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