Schönenwerd

Reviderte Bally-Dampfmaschine steht jetzt wieder im Ballyana-Museum

Nach ihrer Ankunft im Ballyana-Museum wird die Dampfmaschine in den Museumsraum geschoben, wo sie ihren endgültigen Standort haben wird.

Nach ihrer Ankunft im Ballyana-Museum wird die Dampfmaschine in den Museumsraum geschoben, wo sie ihren endgültigen Standort haben wird.

Über mehrere Monate hinweg wurde die Bally-Dampfmaschine in der Werkstätte der Zaugg Maschinenbau AG in Schönenwerd instand gestellt. Nun steht sie an ihrem endgültigen Bestimmungsort im Ballyana-Museum.

Überraschend schnell konnte am Dienstag die restaurierte Bally-Dampfmaschine aus dem Jahr 1862 an ihren zukünftigen Standort im Ballyana-Museum gebracht werden. Sie musste von der Werkstätte der Firma Zaugg AG, wo die Helfer an diesem Morgen auf den Lastwagen und den Stapler der Firma Huber, welche die Fahrzeuge zur Verfügung gestellt hatte, warteten, an die Schachenstrasse 24 in Schönenwerd transportiert werden.

Der Bock der Dampfmaschine war bereits auf der Ausstellungsplattform montiert, während das grosse Schwungrad auf einer für diesen Zweck konstruierten Palette bereitstand. Projektleiter Paul Regli war etwas nervös, denn er wollte sichergehen, dass der Transport reibungslos ausgeführt werden konnte.

Fachleute blieben gelassen

Dann trafen die Fahrzeuge ein: ein grosser Manitou-Gabelstapler und ein Lastwagen, auf welchen die beiden schweren Teile verladen werden mussten. Der Spezialist für den Transport, Hans Huber, ging das Problem unaufgeregt an. Die Befürchtungen der Laien zerstreuten sich bald, als sie sahen, wie die Routiniers ans Werk gingen. Der schwere Gabelstapler hievte Bock und Schwungrad auf den Lastwagen, wobei leider zwei Füsse der Plattform beschädigt wurden. Auch die Frage, ob der Weg bei der Einmündung von der Gösger- in die Baumstrasse noch gesichert werden sollte, wurde mit einer Handbewegung abgetan. Chauffeur Hans Huber war sicher, dass alles gut gehen würde. Und so war es auch.

Feinarbeit des Staplerfahrers

Nach dem Eintreffen beim Eingang in das Museum wurde das Schwungrad am Boden deponiert. Dann folgte der Bock, der vor dem Eingang abgestellt wurde, weil nun das Schwungrad angebracht werden musste. Wolf Meyer zu Bargholz, Spezialist für die Restaurierung von technischen Kulturgütern, übernahm hier das Kommando. Das schwere Rad wurde senkrecht an den Stapler gehängt und so fixiert, dass die Achse die richtige Richtung zu den Lagern am Bock hatte. Jetzt bewies der Staplerfahrer sein Geschick, denn in kürzester Zeit brachte er das Rad in die richtige Position, sodass es in die Lager gelegt werden konnte.

Die gesamte Maschine stand nun auf der Ausstellungsplattform, die durch den Eingang des Museums geschoben werden musste. Da der obere Teil des Tors entfernt worden war, war genug lichte Weite vorhanden, um die Dampfmaschine in den Raum zu bringen. Die Standfüsse wurden noch ersetzt; daraufhin konnte das Werk im Raum am vorgesehenen Ort platziert werden.

Endmontage folgt

Die Endmontage erfordert jetzt noch eine gewisse Zeit, und der elektrische Anschluss fehlt auch noch. Es ist aber sicher, dass am 25. Mai die Einweihung dieses Industriedenkmals vorgenommen werden kann.

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