Ganz allein stand Kommandant Christian Stark vor dem Magazin und begrüsste das sehr zahlreiche Publikum, darunter die Gemeinderäte Matthias Goetschi und Adrian Schaad sowie Vertreter der Support-Feuerwehr Balsthal. Wo war denn seine Mannschaft geblieben? «Dieses Jahr zeigen wir etwas Spezielles, ihr könnt hautnah dabei sein. Ihr werdet das Ein- und Ausrücken der Feuerwehr nach der Alarmierung beobachten und danach die Brandbekämpfung und die Rettung von Personen auf der Galerie des Pubs ‹Loch Ness›, also im Innern des Gebäudes, hautnah verfolgen können», erklärte Christian Stark.

Was geschieht im Innern?

Die 32 Männer und eine Frau plus drei Samariterfrauen (CPR-Gruppe) umfassende Feuerwehr Laupersdorf rückte nach der Alarmierung mittels Pager mit Autos, Kleinbus, Geländefahrzeugen, Motorrad, auf Fahrrädern oder rennend zu Fuss beim Magazin ein und schon nach wenigen Minuten verliessen alle voll ausgerüstet das Magazin, um möglichst rasch zum Brandobjekt, dem Pub «Loch Ness», zu gelangen. Danach begaben sich die Zuschauer, angeführt von Christian Stark und Oberleutnant Stefan Roth, der die Alarmierung im Detail erläuterte, zu Fuss zum Brandobjekt. Dort konnte man das Eintreffen der Feuerwehr, die Sicherung des Brandplatzes, die Sperrung einer Fahrspur mit Verkehrsregelung auf der stark befahrenen Kantonsstrasse und den Aufbau der Druckleitungen ab Tanklöschfahrzeug verfolgen. Christian Stark lud die Zuschauer auf die Galerie im «Loch Ness» ein und aus der Höhe konnten alle die Arbeit der Atemschutz-Trupps im künstlich erzeugten, dichten Rauch beobachten.

«Wir gehen nach den Standards sichern, retten, halten, Ereignis begrenzen und stabilisieren, schützen vor. Der Brandherd beim Cheminée konnte rasch gelöscht werden. Vermisste und Verletzte oder Bewusstlose konnten aus dem Gebäude gerettet werden», zog Instruktor Oberleutnant Sascha Gunziger das Fazit. Einsatzleiter Leutnant Roger Probst berichtete, dass auch eine Druckleitung um das Gebäude herum aufgebaut worden sei, um das benachbarte Gebäude Restaurant Sonne zu schützen. Die Samariterfrauen betreuten die verletzten Personen bis zum Eintreffen der Ambulanz. «Heute haben wir einen sehr realistischen und authentischen Einsatz aus einer ganz anderen Perspektive miterleben dürfen. Es war sehr interessant und packend», äusserten sich Zuschauer beeindruckt.

Für Verständnis geworben

Gemeinderat Matthias Goetschi wies auf die knappen Finanzen der Gemeinde hin und bat um Verständnis, wenn eine Neuanschaffung verschoben oder etappiert werden müsste. «Diese Hauptübung war sehr speziell. Ich danke namens der Gemeinde allen Feuerwehr-Angehörigen für den Einsatz und die geopferte Zeit für Übungen, Kurse und Einsätze.» Roman Koch (Holderbank) überbrachte die Grussbotschaft des Bezirks-Feuerwehrverbandes Thal und lobte die spannende und für die Zuschauer interessante Hauptübung.