Unter dem Publikum befanden sich auch Erich Altermatt, Präsident der SAC-Sektion Oberaargau, und sein Vorgänger Andy Beyeler. «Mit der Eröffnung des Klettergartens in der Klus stellte sich bald einmal die Frage, wer rettet verunfallte Kletterer,» berichtete Jürg Müller rückblickend auf die Zeit vor 40 Jahren.

Auf Initiative von Johann Hafner gründeten einige Bergkameraden die Ortsgruppe Balsthal der Rettungsstation Jura. Sie beschafften sich das nötige Material und liessen sich als Bergretter ausbilden. In all den 40 Jahren wurde die Rettungsstation zu etwa 70 Einsätzen aufgeboten.

Eindrückliche Rettungseinsätze

Zur Übung: Ein Verletzter hing an einer senkrechten Mauer der Ruine Falkenstein. Mit dem Einsatz von Seilwinden wurde er aus der misslichen Lage gerettet. Dazu kam vorerst die Motorwinde zum Einsatz.

Ein Retter seilte sich zum Verletzten ab, befestigte ihn am Retterseil und die Motorwinde zog die beiden in die Höhe. Zum Einsatz kam auch die alte Friedli-Winde, die mit Muskelkraft bedient wird. Für Schwindelfreie bot eine Seilbahn mit einer Fahrt vom Turm herunter eine besondere Herausforderung.

Ausrüstung auf hohem Niveau

Vielfältiges Sanitätsmaterial, das für alle möglichen Einsätze dient, steht der Rettungsgruppe zur Verfügung. Zusammen mit dem Seilmaterial und allen technischen Hilfsmitteln ist das Material in der «Litzi», dem Balsthaler Feuerwehrmagazin, eingelagert. Die Gemeinde stellt das Lokal gratis zur Verfügung.

Die Ausrüstung wird durch regelmässige Anschaffungen auf dem modernsten Stand gehalten. Ursprünglich war die Rettungsgruppe dem SAC angegliedert. Seit 2007 ist sie Teil der Alpinen Rettung Schweiz, die für die Aus- und Weiterbildung der Mitglieder sorgt. Die Station Jura ist Mitglied der Arbe Alpine Rettung Bern. Neu ist der Station Jura auch die Aussenstation Frick als Untergruppe angegliedert.