Balsthal

Rennende Samichläuse sind eine gern gesehene Tradition

Trotz Nieselregen verfolgten Hunderte von Zuschauern in Balsthal, wie die Chläuse, ganz traditiongemäss von den Schmutzli und den «Jagern» verfolgt durch die Herrengasse zogen.

Dass in der Thaler Metropole der Samichlaus-Brauch nach wie vor sehr beliebt und gepflegt wird, beweist die Aussage des Hauptverantwortlichen des «Chlaus-Wesens» in Balsthal, Philipp Baumgartner: «Wir hatten auch dieses Jahr keine Mühe, die 21 Chläuse und Schmutzli zu rekrutieren.»

Die Chläuse besuchten mit ihren Gehilfen rund 123 Haushalte und bescherten mehr als 300 Kinder. Doch nach den Hausbesuchen haben die Balsthaler Chläuse noch einen Grossauftritt vor sich, nämlich den Umzug durch die Balsthaler Herrengasse. Hunderte von Schaulustigen säumen die Strasse und den Dorfplatz und freuen sich, wenn sich die Chläuse in ihren rot-weissen Gewändern, gefolgt von den finsteren Schmutzli und getrieben von den glockenschwingenden «Jagern» im Laufschritt das Dorf hinauf, dann wieder hinunter bis zum Gasthof Kreuz bewegen.

Für den nötigen Chlausen-Sound sorgen die Auftritte der Baselbieter Fluhtreichler und der «Hingerzi-Geisle-Chlöpfer». Mit Spannung warten die Umzugsbesucher auf den Friedensspruch, welchen die Chläuse von der Kreuz-Treppe herab verkünden.

Mit Wehmut nehmen die Besucher zur Kenntnis, dass damit der Chlausen-Tag wieder für ein Jahr vorbei ist. Bereits zur Tradition gehört auch der Chlause-Märet, der den vielen Samichlaus-Begeisterten die Wartezeit bis zum Umzug mit vielen Attraktionen auf angenehme Weise verkürzt.

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