Balsthal
René Hafner und Edith Schenk führen mit einem Chor «Bilder der Weihnacht» auf

Während der Chor im Hintergrund waltet, ergänzen Keyboard, Gitarre, Geige und Schlagzeug das Konzert, das die Weihnachtsgeschichte nachspielt. Den Stil der Lieder beschreibt Chorleiterin Edith Schenk als Irish Folk, aber in Deutsch.

Rahel Bühler
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Die Vorbereitungen zum Weihnachtskonzert mit Clemens Bittlinger läuft zur Zufriedenheit von René Hafner und Chorleiterin Edith Schenk sehr gut.

Die Vorbereitungen zum Weihnachtskonzert mit Clemens Bittlinger läuft zur Zufriedenheit von René Hafner und Chorleiterin Edith Schenk sehr gut.

Markus Müller

Glück im Unglück. Dieses Sprichwort trifft auf so manche Lebenssituation zu. So auch bei René Hafner. Das Unglück steht in seiner Geschichte für mehrere Rückenoperationen im vergangenen Jahr.

Das Glück dafür, dass er während einer dieser Spitalaufenthalte vor einem Jahr ein Konzert von Clemens Bittlinger und seinen Musikerkollegen im Spital-TV gesehen hat. «Ich wollte die Gruppe unbedingt einmal live sehen», erzählt Rene Hafner im reformierten Pfarrheim in Balsthal, in welchem der Chor gerade eine intensive Probe abgeschlossen hat.

«Also habe ich bei der Gruppe angefragt. Doch sie haben mir abgesagt, weil sie für dieses und nächstes Jahr bereits ausgebucht waren», erzählt Hafner etwas enttäuscht.

Clemens Bittliner ist ein evangelischer Pfarrer aus Deutschland, der verschiedenen musikalischen Projekten nachgeht. Eines davon ist das Weihnachtsstück «Bilder der Weihnacht». «Damit geht er mit vier anderen Musikern auf Tournee», erklärt Edith Schenk.

Sie leitet den reformierten Kirchenchor Balsthal und auch jener Chor, der für die Aufführung extra zusammengestellt wurde. «Normalerweise treten die fünf allerdings ohne Chor auf», fügt Hafner hinzu. «Die Idee mit dem Chor kam von mir.»

Trotz der anfänglichen Absage tritt die Gruppe in Balsthal auf. Wie es dazu gekommen ist, weiss Hafner selbst nicht. «Plötzlich kam das Telefon, dass sie doch bei uns und mit einem Chor auftreten möchten.» Das war im Februar.

Daraufhin machte sich René Hafner auf die Suche nach einem Chor. «Vonseiten der Musiker-Gruppe hiess es, dass wir etwa 50 Personen bräuchten», erinnert er sich. Da der katholische Kirchenchor Balsthal nicht mehr existiert, fragte er beim Reformierten an. «Ich habe sofort zugesagt», erzählt Chorleiterin Edith Schenk. «Auch das Auftreiben der Sängerinnen und Sängern war kein Problem.»

«Gute-Laune-Musik»

Der Chor besteht aus diesen 50 Mitgliedern aus allen Altersschichten. «Die Jüngste ist 32 Jahre alt, der Älteste 88», weiss Edith Schenk. Auch René Hafner singt im Chor mit. Viele Gesangsproben hätten sie nicht gehabt, gibt Schenk zu Protokoll.

Geübt worden sei, vor allem anfangs, mit einer CD. Sie sagt aber auch: «Es kommt gut. Wir haben schon viele Fortschritte gemacht.» Als Beispiel nennt sie dafür die Aussprache. «Teilweise sind die Textpassagen sehr schnell. Das muss geübt werden.»

Den Stil der Lieder beschreibt Edith Schenk als Irish Folk, aber in Deutsch. Geschrieben wurden die Texte von Clemens Bittlinger, der zusammen mit Lara Hermann den Hauptgesang übernimmt.

Der Chor waltet im Hintergrund. Keyboard, Gitarre, Geige und Schlagzeug ergänzen das Konzert, das die Weihnachtsgeschichte nachspielt. Edith Schenk: «Dem Zuschauer wird immer zuerst ein Bild gezeigt».

Dieses wird teilweise auf eine Leinwand projiziert, teilweise mithilfe von Worten dargestellt. «Vor jedem Lied kommt eine Textpassage aus der Weihnachtsgeschichte», verrät Edith Schenk.

Wieso Irish Folk? «Das ist Gute-Laune-Musik, die jeder gerne hört. Und das wird bei uns nicht oft aufgeführt», sinniert Hafner. Von den Chormitgliedern hätten sie ausschliesslich positives Feedback erhalten, sagt Schenk.

Kirche füllen

Auf Herausforderungen angesprochen stutzt er kurz und denkt nach. «Das alles ist Neuland für mich», meint er. «Ich habe so etwas noch nie organisiert.» Dass er an alles denke, sei das Schwierigste gewesen meint er.

René Hafner hat grosse Erwartungen an den Auftritt vom 7. Dezember: «Ich möchte die Katholische Kirche füllen», sagt er euphorisch. Das sind 600 Plätze, doch er meint: «Ich schaffe das.»

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