Ganz stolz sind sie, die Hauptverantwortlichen der Reitsporttage im Moos in Balsthal: Röbi Meier, Matthias Meier und Heinz Mägli. An diesem Wochenende sind Reiterinnen und Reiter aus der ganzen Schweiz mit ihren Pferden zu Gast, um an einer der vielen Springreit-Prüfungen teilzunehmen. «Den Pferdesportlern passt einfach die familiäre, ungezwungene Atmosphäre hier», sagt der Laupersdörfer Röbi Meier, der den Anlass schon seit vielen Jahren als OK-Präsident zusammen mit dem Mümliswiler Heinz Mägli leitete.

Nun haben die beiden dieses Amt an Meiers Sohn Matthias übergeben. «Wir Älteren sind noch für das Sponsoring zuständig. Hier können wir unser lange aufgebautes Netzwerk einbringen», sagt Meier. Die ganze OK-Arbeit von zwei erfahrenen Männern auf die Schulter eines einzelnen Jungen geladen? Matthias Meier lacht: «Ich kann mich auf eine ganze Reihe erfahrener Kavalleriereitverein-Mitglieder verlassen. Von den 15 Leuten im OK weiss jeder, was er zu tun hat», weiss er. Und doch ist die Handschrift des jungen OK-Präsidenten schon zu sehen. In einem Nebenstübli läuft während der ganzen drei Reitsporttage eine TV-Live-Übertragung. Schliesslich ist Wimbledon- und WM-Zeit.

Stolz ist der Kavallerie-Reitverein Balsthal-Thal auf den neuen Sandplatz mit Massen von 55 × 82 Metern, auf dem die Reitprüfungen durchgeführt werden können. Der feine Quarzsand wurde aus dem Elsass geliefert und ist mit textilen Fäden vermischt, damit er nicht verklumpt. «Damit können wir unseren Reitern eine optimale Infrastruktur bieten», sagt Matthias Meier. Und Röbi Meier ergänzt: «Der alte Sandplatz wird jetzt als Anreitplatz genutzt. Damit können wir jetzt die Einrichtungen in der Reithalle wieder voll nutzen.»

Das Thal – die Reiterhochburg? «Unser Mitgliederbestand umfasst stets rund 100 Personen», sagen Vater und Sohn. Das sei gut so, und man pflege mit den anderen Pferdeeinrichtungen im Thal, wie den Betreibern der Western-Reithalle, der Reitschulen oder mit dem Freiberger-Zucht-Verein gute Kontakte. «Aber es stimmt schon», sagt Röbi Meier. «Es gibt immer mehr Pferde. Vor zehn Jahren zählte man in der Schweiz noch 71 000 Tiere. Heute sind es 106 000.» Er habe erst kürzlich die Statistiken nachgesehen. «Das bedeutet aber auch, dass statistisch gesehen pro 15 Pferde in der Schweiz ein Arbeitsplatz aufrechterhalten werde. Tierärzte, Hufschmied, Stallbauer oder Schmid – sie alle leben von der Pferdehaltung und vom Pferdesport.»

Glücklich sei man auch im Moos mit der Gemeinde Balsthal, den umliegenden Sporteinrichtungen und den angrenzenden Landwirten. «Wir haben seit Jahren Abmachungen, die beiderseits eingehalten werden», sagt Matthias Meier. «Denn was nützt eine tolle Springkonkurrenz, wenn die Parkplatzmöglichkeiten nicht zumutbar sind? Wir müssen ausreichend Parkierungsplätze anbieten.» Wenn Springkonkurrenz ist, müssen eben die Badi-Gäste ihren Parkraum mit den Pferdeanhängern teilen.