Über 300 Jägerinnen und Jäger aus zwölf Jagdgesellschaften aus dem Bezirk Thal und den Gäuer Gemeinden Oensingen und Oberbuchsiten sowie Gäste trafen sich in Holderbank zur 52. Hubertusfeier der Vereinigung Thaler Jagdgesellschaften (VTJ). Organisiert wurde der Anlass von der Jagdgesellschaft Holderbank, Revier 33, deren Präsident ist Urs Jeker.

Vorerst wurde in der mit Tannenbäumen und einem prächtigen Hirschgeweih geschmückten Pfarrkirche St. Fridolin in Holderbank der Hubertus-Gottesdienst gefeiert, der von Pfarrer Toni Bucher (Balsthal), Pastoralraumleiter und Dekan des Dekanats Buchsgau, zelebriert wurde. Er erinnerte in seiner Predigt an Hubertus, den Schutzpatron der Jäger. Die Jagdhornbläser Thal (Leitung: Wolfgang Lisibach) begleiteten den Gottesdienst mit imposanten Klängen auf den Fürst-Pless und Parforce-Hörnern musikalisch.

Letzte Feier für VTJ-Präsident

Die eigentliche Feier fand mit dem Aser aus der Küche der Culinaria Saner (Mümliswil) in der Mehrzweckhalle Holderbank statt. VTJ-Präsident Franz Koch begrüsste besonders Regierungsrätin Brigit Wyss, Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartements und somit oberste Jägerin des Kantons; Nationalrat Christian Imark, einige Kantonsräte aus der Amtei Thal-Gäu, Oberamtvorsteher Stephan Berger, Bruno Born, Präsident Verein Region Thal, Urs Allemann, Kreisförster Thal, Urs Hubler, Gemeindepräsident von Holderbank, Kurt Altermatt, Präsident Revierjagd Solothurn, Kantonstierärztin Doris Bürgi Tschan und das Gründungsmitglied der VTJ, auch erster Präsident, Kuno Fluri (Solothurn).

«Es gilt den Wildbestand zu pflegen und zu hegen. Dazu gehört auch die weidgerechte Zerlegung von Wildtieren. Das neue Jagdgesetz ist der Beweis, dass etwas sehr gut funktioniert. Auch die anspruchsvolle Ausbildung zum Jäger und die gut besuchten Weiterbildungskurse sind sehr wichtig», erwähnte Franz. Nach eigenen Aussagen war dies seine letzte Hubertusfeier als VTJ-Präsident, denn er möchte nach acht Jahren im Vorstand im nächsten Frühling an der Generalversammlung neuen Kräften Platz machen.

«Herz und Verstand einsetzen»

Regierungsrätin Brigit Wyss überbrachte die Grüsse der Solothurner Regierung. «Motiviert mit der Passion am Jagen setzt sich die Jägerin und der Jäger mit Herz und Verstand für unsere Wildtiere und deren Lebensräume ein. Die Jagd wird auch kritisch beurteilt, deshalb ist es mir wichtig, dass eine zeitgemässe Jagd, nebst Traditionen wie die alljährliche Hubertusfeier, ein Miteinander unter den verschiedenen Interessengruppen in der Gesellschaft anstrebt. Die Jagd im Kanton Solothurn soll weiterhin rücksichtsvoll, mit Achtung und Würde vor den Lebewesen und unter Berücksichtigung ökologischer Zusammenhänge ausgeübt werden», erwähnte Wyss.

Die Jagd ermögliche auch die nachhaltige Nutzung einer natürlich heranwachsenden Ressource, nämlich dem Wildbret von qualitativ höchster Güte. Auch helfe sie mit, Wildschäden in Wald und Feld auf ein tragbares Mass zu beschränken und sie leiste somit volkswirtschaftlich einen beachtlichen Beitrag in der Gesellschaft, führte Brigit Wyss weiter aus. Für Unterhaltung sorgten die Musikgesellschaft Holderbank, die Jagdhornbläser Thal und das Solothurner Jägerchörli. (rsl)