Schule Brunnersberg

Regierung schreibt der Bergschule Brunnersberg keine Sonderstellung zu

Die Solothurner Regierung schreibt der Bergschule Brunnersberg keine Sonderstellung zu.

Die Solothurner Regierung schreibt der Bergschule Brunnersberg keine Sonderstellung zu.

Eine Interpellation von SVP-Kantonsrat Beat Künzli will, dass die einzige noch bestehende Gesamtschule im Kanton weitergeführt wird. Die Solothurner Regierung ist jedoch anderer Meinung.

Die Tage der Bergschule Grossbrunnersberg sind gezählt. Mittlerweile haben alle vier Trägergemeinden, also Mümliswil, Matzendorf, Aedermannsdorf und als letzte Gemeinde auch Laupersdorf einer Schliessung auf Juli 2014 zugestimmt. Dies allerdings ohne Beschluss der Gemeindeversammlungen. Knapp vor dem Entscheid seiner Gemeinde Laupersdorf hat SVP-Kantonsrat Beat Künzli (Laupersdorf) sich mittels einer Interpellation für eine Weiterführung der einzigen noch bestehenden Gesamtschule im Kanton starkgemacht.

Keine Sonderstellung

Er stösst damit aber bei der Regierung auf taube Ohren. Anders als der Interpellant schreibt der Regierungsrat der Bergschule keine Sonderstellung zu. Und er kommt in seiner Stellungnahme zum Schluss: «Eine Integration der Schülerinnen und Schüler in Klassen im Thal kann aufgrund der Veränderungen in der Mobilität sowie im Angebot an Tagesstrukturen durch die Gemeinden verantwortet werden.»

Mehrere Beschwerdeverfahren

Der Entscheid der vier Gemeinderäte fusst wesentlich auf einem Bericht der kantonalen Schulaufsicht, der auf Wunsch der Trägergemeinden erarbeitet worden ist. Als Fazit hält dieser Bericht fest, dass «das Modell Gesamtschule die Anforderungen, die sich einer zeitgemässen öffentlichen Schule stellen, nicht (mehr) erfüllen kann». Der Bericht der Schulaufsicht habe dabei, schreibt die Regierung, sehr wohl auch Aspekte mit einbezogen, die für die Gesamtschule sprechen; insbesondere die Wirksamkeit des altersdurchmischten Lernens.

Der aktuelle Forschungsstand zeige aber auf, dass die «Prozessqualität des Unterrichts» für die Förderung des Lernens entscheidender sei als das altersdurchmischte Lernen. Und was die Kosten der Auflösung der Bergschule betrifft, meint die Regierung: Die Schülerinnen und Schüler können «in den allermeisten Fällen in bestehende Klassen kostenneutral im Tal integriert werden». Die Schülertransporte kosten «etwa 50 000 Franken». Hängig sind derzeit noch mehrere Beschwerdeverfahren, ob der Entscheid der vier Gemeinderäte ohne Befragung der Gemeindeversammlungen rechtskonform ist. (esf)

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