Im September 2011 erhielt die Werkkommission einen technischen Bericht, welcher über den Sanierungsbedarf an den Regenklärbecken der sieben Verbandsgemeinden des Zweckverbandes Abwasserreinigung Gäu (ZV ARA Gäu) informierte.

Die Kosten beliefen sich auf insgesamt 768 000 Franken, davon 134 320 Franken für das Regenklärbecken in Egerkingen. Im Oktober 2011 beantragte der Zweckverband Abwasserreinigung Gäu den Verbandsgemeinden, ihre Regenklärbecken an den Zweckverband abzutreten. Für die Gemeinde Egerkingen hätte dies bedeutet, dass sie sich mit 25,05 Prozent (rund 192 000 Franken) an den Gesamtkosten von 768 000 Franken für die Sanierung aller Becken hätte beteiligen müssen.

Die Werkkommission und auch der Gemeinderat vertraten damals deshalb klar den Standpunkt, das Regenklärbecken selber zu sanieren und erst danach an den Verband zu übergeben. Die übrigen Verbandsgemeinden entschieden sich für dasselbe Vorgehen.

Mit Unterstützung von Martin Bleuer, Klärmeister der ARA Gäu, hat die Gemeinde Egerkingen ihr Becken zwischenzeitlich instand gestellt. Investiert wurde insbesondere in die Arbeitssicherheit und in den Einbau eines Schiebers. Die Kosten belaufen sich gemäss Peter Graf, Präsident der Werkkommission, auf ca. 40 000 bis 45 000 Franken.

Sanierungskosten reduziert

Dank des Einsatzes von Werkhofleiter Heinz Fischer fiel kein Architektur-, respektive Ingenieurhonorar an. Ausserdem wurde auf nicht zwingend nötige Aufwendungen, wie etwa ein Waschbecken mit Boiler und eine Entlüftungsanlage verzichtet. So konnten 90 000 Franken gespart werden.

Der Gemeinderat stimmte einer Übergabe des Regenklärbeckens Einschlag an den ZV ARA Gäu unter folgenden Vorbehalten zu:

der ZV ARA Gäu kann das Grundstück GB Egerkingen Nr. 2297, auf welchem sich das Regenklärbecken befindet, von der Einwohnergemeinde Egerkingen nur im Baurecht erwerben;

alle Regenklärbecken der Verbandsgemeinden müssen zum Zeitpunkt der Übergabe saniert sein;

den Verbandsgemeinden ist für zukünftige Sanierungen an den Regenklärbecken vertraglich ein Mitspracherecht einzuräumen;

es gelten für alle Verbandsgemeinden die gleichen Vertragsbedingungen; Ausnahme bildet einzig das mit der Einwohnergemeinde Egerkingen noch zu vereinbarende Baurecht;

Zustimmung zum Darlehensvertrag und der Vereinbarung über die Verzinsung des Kontokorrents zwischen der Elektrizitätsversorgung Egerkingen und der Einwohnergemeinde Egerkingen.

Vereinbarung abgeschlossen

In den vergangenen Jahren wurde bei den Revisionen der Jahresrechnungen der Einwohnergemeinde wie auch der Elektrizitätsversorgung Egerkingen (EVE) immer wieder das bestehende Kontokorrentkonto zwischen den beiden Körperschaften thematisiert. Beide Revisionsstellen haben unabhängig voneinander darauf hingewiesen, dass eine schriftliche Vereinbarung über die Verzinsung und Rückzahlung dieses Kontokorrents abgeschlossen werden sollte.

Per Ende des Rechnungsjahres 2012 beträgt das Kontokorrentguthaben der Elektrizitätsversorgung gegenüber der Einwohnergemeinde rund 4.5 Mio. Franken. Der Verwaltungsrat empfiehlt dem Gemeinderat, 2.5 Mio. Franken als Darlehen zu deklarieren und den Restbetrag als Kontokorrentguthaben bzw. -schuld stehen zu lassen. Die vorgeschlagenen Zinssätze entsprechen dem heutigen Zinsumfeld. Der Zinsaufwand der Einwohnergemeinde solle sich demnach im bisherigen Rahmen bewegen (2012: 13 709 Franken).

Der Gemeinderat folgte der Empfehlung des Verwaltungsrats der EVE und stimmte dem Darlehensvertrag und der Vereinbarung über die Verzinsung des Kontokorrents zwischen der Elektrizitätsversorgung Egerkingen und der Einwohnergemeinde Egerkingen zu.