Neuendorf
Rechnung schliesst mit Defizit — Steuerausfälle bleiben Thema

Die Gemeindeversammlung Neuendorf genehmigte die Rechnung 2016, die mit einem Defizit von 230 689 Franken schliesst. Grund für das Defizit sind unvorhergesehene Reparaturkosten und geringere Einnahmen.

Erwin von Arb
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Bruno Kissling

Rund zwei Monate später als veranschlagt konnte die Gemeindeversammlung Neuendorf am Donnerstagabend über die Rechnung 2016 befinden. Zu dieser Verzögerung war es gekommen, weil nach monatelangem krankheitsbedingtem Ausfall der Finanzverwalterin externe Hilfe für die Erstellung des Jahresabschlusses beigezogen werden musste.

Der Rechnungsabschluss wurde den 34 anwesenden Stimmberechtigten von Beatrice Wüthrich, KMU Treuhandpartner AG, vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass die Rechnung trotz der per 2016 beschlossenen Steuererhöhung um 15 Prozentpunkte auf 118 Prozent ein Defizit von 230 689 Franken ausweist. Das Eigenkapital beträgt per 31. Dezember 2016 1,3 Mio. Franken.

Als Ursachen für das Defizit wurden unvorhergesehene Reparaturkosten (100 000 Franken, Heizung Dorfhalle etc.) sowie geringere Einnahmen bei den juristischen Personen erwähnt.

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MTA/SAW

Erwartet wurde, dass die Steuererhöhung bei den juristischen Personen mit einem Plus von 220 000 Franken zu Buche schlagen würde. Stattdessen resultierte gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 138 000 Franken (siehe auch Grafik). Die Rechnung wurde von der Versammlung mit einer Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen genehmigt.

Auf Anfrage aus der Versammlung erklärte Gemeindepräsident Rolf Kissling, dass die Gründe für die seit 2012 rückläufigen Steuererträge bei den juristischen Personen näher analysiert würden. Mit ein Grund für die Steuerausfälle könnte gemäss Kissling das fehlende Bauland in der Industriezone sein.

Zu reden gab an der Versammlung ferner, dass noch immer Postautos auf dem Chäsiweg verkehren, obwohl sich die Gemeindeversammlung im Dezember 2016 deutlich dagegen ausgesprochen hatte. Rolf Kissling versprach, beim Kanton, insbesondere bei Regierungsrat Roland Fürst, in dieser Sache vorstellig zu werden.Dies veranlasse Firmen dazu, andernorts zu wachsen, wie etwa die Firma Schöni. Kissling setzt in diesem Zusammenhang grosse Hoffungen in die im kantonalen Richtplan festgelegten Regionalen Arbeitsplatzzonen (RAZ). Eine solche wurde auch für die Gemeinden Egerkingen Härkingen und Neuendorf ausgeschieden.